Newsletter, vergleich.de 11. Januar 2010

 

Angesichts der sinkenden gesetzlichen Renten fragen sich viele Deutsche, ob sie im Alter ihren gewohnten Lebensstandard werden aufgeben müssen. Wer ein Haus besitzt, ist fein raus: Er kann mit einer Rentenhypothek sein gutes Auskommen sichern – und trotzdem die eigenen vier Wände behalten. 
      

So bleiben Sie im Ruhestand liquide

Wenn die Rente nicht ausreicht
Die Immobilie als Altersvorsorge: Das ist kein neuer Gedanke. Viele arbeiten ein Leben lang auf einen sorgenfreien Ruhestand im eigenen Haus hin. Doch oft kommt es anders als gedacht, weil beispielsweise starke Inflation und zusätzlich Besteuerung die gesetzliche Rente mager ausfallen lassen. Wenn dann nur wenig für den täglichen Lebensunterhalt und für Extras wie Reisen gar nichts übrig bleibt, fragt sich mancher, ob er das Eigenheim aufgeben muss. Doch es gibt einen viel besseren Weg, im Ruhestand liquide zu bleiben.

Die Rentenhypothek – „Kredit auf Raten“
Baufinanzierungskredite werden heute mit einer Grundschuld abgesichert, aber aus früheren Zeiten ist noch die Absicherung mit einer Hypothek bekannt. Der Häuslebauer verringerte diese mit jeder Tilgungsrate, bis die Immobilie schließlich hypothekenfrei war und nicht nur rechtlich, sondern auch wirtschaftlich vollständig ihm gehörte.

Bei der Rentenhypothek geht es genau andersherum: Der Eigentümer beleiht sein Haus und erhält von der Bank ein Leben lang regelmäßig einen bestimmten Betrag, mit dem er seine Rente aufstockt. Auch eine Einmalzahlung ist möglich. Der Renten- oder Einmalzahlungsbetrag ergibt sich aus dem Wert der Immobilie, den Zinsen für Baugeld, dem Alter des Eigentümers, und natürlich verlangt die Bank auch eine Gebühr. Die Tilgung dieses „Kredits auf Raten“ wird aber erst nach dem Tod des Eigentümers fällig. Entweder lösen seine Erben das Darlehen ab und nutzen das Haus selbst, oder das Haus geht an die Bank, die einen eventuell anfallenden Überschuss an die Erben auszahlt.

Mit einer Rentenhypothek können Eigentümer also das in ihrer Immobilie gebundene Kapital direkt in bares Geld verwandeln. Wie sie dieses verwenden, bleibt ihnen überlassen – die Bank schreibt keinen Verwendungszweck vor. Wessen Lebensunterhalt gesichert ist, der kann auch Bad und Küche modernisieren oder lang ersehnte Reisen unternehmen.

Allerdings sollte man sich keinen Illusionen über die auf diese Weise erzielbare Zusatzrente hingeben. Sie fällt eher gering aus, da die Banken bei dem „ Kredit auf Raten" einen Sicherheitsabschlag einpreisen, mit dem sie beispielsweise für den Fall schlechter Verkäuflichkeit einer Immobilie vorsorgen.

Vorsicht vor überteuerten Angeboten!
Besonders interessant ist eine Rentenhypothek für kinderlose Eigentümer und solche, die ihr Haus nicht unbedingt vererben wollen, weil ihre Kinder selbst schon eins besitzen – bei der heutigen hohen Lebenserwartung keine Seltenheit. Doch auch in anderen Fällen hat die Rentenhypothek ihren Reiz, da ein Vererben der Immobilie möglich bleibt.

Voraussetzung für eine Rentenhypothek ist stets eine selbstgenutzte, (möglichst) lastenfreie Immobilie. In den Konditionen unterscheiden sich die inzwischen zahlreichen Angebote jedoch teilweise stark. Wer den richtigen Anbieter wählt, kann von niedrigen Zinsen wie bei Baugeld, einer Zinsfestschreibung auf Lebenszeit sowie flexiblen Auszahlungs- und Sondertilgungsmöglichkeiten profitieren.
 

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