Thema Altersvorsorge wird gerne verdrängt
Psychologe und Marktforscher Stephan Grünewald stellte die Studienergebnisse der Öffentlichkeit vor. Laut Grünewald zeigte sich zum Beispiel, dass ein nicht zu verachtender Teil der Befragten das Thema Altersvorsorge gerne in die Zukunft verschiebt und sich lieber auf die Gegenwart konzentriert. Darüber hinaus konnte das Deutsche Institut für Altersvorsorge GmbH sechs „Typen“ mit unterschiedlichen Verhaltensmustern eingrenzen:
„Hortende Hamsterer“ und „planvolle Umschichter“ besonders häufig
Der Typ „hortender Hamsterer“ (26 Prozent der Befragten) kam besonders häufig vor. Er sammelt so viel Vermögen wie möglich an und nutzt nach Möglichkeit staatliche Förderungen. Trotzdem glaubt er, dass seine Vorsorge nicht ausreicht. Genauso oft taucht der „planvolle Umschichter“ auf, der seine Altersvorsorge je nach Lebenssituation umstellt und seinen Entscheidungen vertraut. Über die Hälfte der Deutschen kümmert sich demnach intensiv um die Versorgung im Alter.
„Getriebene Jongleure“ wechseln ständig ihre Strategie
Knapp 14 Prozent der Paare gehören zu den „sorglosen Ignorierern“, die sich erst in ein paar Jahren um ihre Altersvorsorge kümmern möchten. Sie agieren ähnlich planlos wie die „abwartenden Angsthasen“, die sich nicht für eine Vorsorgestrategie entscheiden können. Die Typen „lockerer Verteiler“ und „getriebener Jongleur“ runden die verschiedenen Profile ab. Der „lockere Verteiler“ sorgt recht planlos vor, während der „getriebene Jongleur“ ständig mit unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten hantiert.
- In Verbindung stehende Artikel:
- Renten: Bezüge steigen ab Juli deutlich - 13.03.2012
- Allianz überzeugt in Beratungsgesprächen - 30.01.2012
- Altersvorsorge: Neue Reformpläne für Anfang Februar erwartet - 17.01.2012
- Private Krankenkasse: Droht dem Versicherungsmodell das Aus? - 10.01.2012
- Rente: Wirtschaftsweise halten Renteneintritt mit 69 für vertretbar - 04.01.2012
- Zusatzbeitrag: Werden Krankenkassen in Zukunft verstärkt zur Kasse bitten? - 29.12.2011