Von der Leyen feilt an Altersvorsorge für Geringverdiener
Arbeitsministerin von der Leyen möchte künftig Geringverdienern, die Kinder aufgezogen haben und während dieser Zeit keinen Vollzeitjob hatten, im Rentenalter unter die Arme greifen. Die Neuerungen sollen außerdem gelten, wenn die Betroffenen Familienmitglieder gepflegt haben. Zunächst war ein garantierter Zuschuss auf 850 Euro Rente geplant. Nach heftigem Gegenwind von Arbeitgebern und Gewerkschaften, für die eine Fürsorgeleistung nicht zu einer beitragsfinanzierten Rentenversicherung passt, hat Ursula von der Leyen ihre Pläne angepasst.
Pläne nach Kritik von Arbeitgebern und Wirtschaftsweisen angepasst
Nun sollen die Beiträge zur Altersvorsorge direkt in den Jahren, in denen die Versicherten weniger verdienen, aufgestockt werden. Gleichzeitig müssen sie einige Bedingungen erfüllen, wie Ursula von der Leyen im Interview mit der Wirtschaftswoche bekanntgab. Die Versicherten müssen zum Beispiel privat vorgesorgt haben. Außerdem soll die volle Rente nur erhalten, wer 35 Jahre lang selbst seine Beiträge gezahlt hat und 45 Jahre oder länger versichert war.
Höhere Erwerbsminderungsrente allgemein gewünscht
Kritiker sorgen sich allerdings nach wie vor darüber, wie die geplante Reform der Altersvorsorge finanziert werden soll. Von der Leyen schlägt bereits vor, dass die neue Rente eine Mischung aus Beiträgen und Steuern bilden sollte. Allgemein begrüßt wird die vorgesehene Erhöhung der Erwerbsminderungsrente sowie eine Regelung, die Selbstständige zur Altersvorsorge verpflichtet.
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