Frührente kommt Bundesbürgern teuer zu stehen
Immer mehr Arbeitnehmer gehen vorzeitig in den Ruhestand und nehmen dafür Einbußen bei den Rentenzahlungen in Kauf. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich dabei auf Statistiken der Deutschen Rentenversicherung. Im vergangenen Jahr hat fast jeder zweite Rentner in Deutschland nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren gearbeitet. Im Durchschnitt mussten die Frührentner dafür mit 113 Euro weniger Rente auskommen.
Entwicklung des Renteneintrittsalters
Damit ist die Höhe der Renteneinbuße deutlich gestiegen. Im letzten Jahrzehnt lagen die durchschnittlichen Abschläge bei rund 80 Euro. Neben der Abschlagssumme ist auch die Zahl derer, die sich früher berenten lassen, erheblich gestiegen: Im Jahr 2000 erfasste die Deutsche Rentenversicherung 14,5 Prozent, 2010 waren es 47,5 Prozent. Im Durchschnitt gingen die Frührentner im vergangenen Jahr 3 Jahre und 2 Monate vor ihrer Regelaltersgrenze in den Ruhestand.
Gründe für die Frühberentung
Als Ursache für diesen Trend zur Frühberentung vermutet die Deutsche Rentenversicherung die gesetzlichen Reformen sowie die demographisch bedingten Zunahme der Menschen über 60 Jahre. Bis 1996 war es möglich, mit 60 Jahren in Rente zu gehen, ohne dafür Bezugskürzungen in Kauf nehmen zu müssen. Mit der Einführung der Rente mit 67 werden nun die Regelaltersgrenzen schrittweise nach oben verschoben. Da jedoch viele Arbeitnehmer gesundheitlich nicht in der Lage sind, bis ins hohe Alter leistungsfähig zu sein, wählen immer mehr Deutsche die Frührente.
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