Eigentlich ist die Aufregung über steigende Strompreise durch den vorgezogenen Atomausstieg Makulatur. Der Umstieg auf regenerative Energien ist schon lange beschlossene Sache, die Preise wären früher oder später sowieso gestiegen. Dennoch trifft es die Verbraucher hart. Laut der neuesten Schätzung der Dena sogar härter als vorerst angenommen.
13,50 Euro mehr im Monat Die Energiebehörde Dena schätzt, dass der Strompreis von aktuell 23 Cent pro Kilowattstunde bis 2020 um 20%, also 4 bis 5 Cent steigen könnte. Damit müsste der Durchschnittshaushalt 162 Euro mehr im Jahr bezahlen. Begründet wird der geschätzte Anstieg mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Stromnetze und neuartiger Kraftwerke. Dennoch hält auch die Dena den verfrühten Ausstieg für die richtige Entscheidung – die Alternative könnte katastrophal sein.
Auch die DIHK warnt Die Deutsch Industrie- und Handelskammer (DIHK) fürchtet eine Erhöhung der Strompreise. Dadurch würden Deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich benachteiligt. Doch es gibt auch entwarnende Stimmen: Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung glauben an die Wirkung des Wettbewerbs. Der wird durch die neuen Konzepte erhöht und soll den Preis niedrig halten.


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