Flexibles Festgeld – Tagesgeld und Festgeld in trauter EinigkeitZu den kombinierten Anlageprodukten gehört das Flexible Festgeld, das Flexibilität in Notfällen mit hohen Zinsen verbindet. Ein Teil der Anlage wird fest angelegt und ist wie Festgeld während eines bestimmten Zeitraums nicht verfügbar. Den anderen Teil kann der Anleger täglich frei verwenden. Im Moment bieten die VTB Bank, die NIBC Bank und die SKG Bank verschiedene Varianten des Kombi-Gelds an, das „VTB Direktbank Duo“, das „NIBC Kombigeld“ und das „SKG Tele-Konto DoppelPlus“. Die Angebote unterscheiden sich vor allem beim Zinssatz und der Verteilung sowie der Verfügbarkeit von festem und flexiblem Anteil. Zu den wichtigsten Unterschieden gehört, dass das „VTB Direktbank Duo“ einen vergleichsweise geringen Mindestanlagebetrag von 500 Euro verlangt, während die Konkurrenten NIBC und SKB Bank eine Mindesteinlage über 5.000 Euro fordern. Die SKB Bank ist wiederum Teil des freiwilligen Einlagensicherungsfonds der Öffentlichen Banken Deutschlands, weshalb die Anlagen über 100.000 Euro hinaus abgesichert sind. Die VTB und NIBC Bank haben dagegen ihren Hauptsitz im europäischen Ausland und sichern die Einlagen bis zu 100.000 Euro ab. Ein dritter Anbieter, die Bank11, bietet den sogenannten „Flexiblen Sparbrief“ an. Anleger können bei dieser Möglichkeit nach der Hälfte der vereinbarten Laufzeit den Sparbrief monatlich kündigen. Der zu Beginn vereinbarte Festzins geht bei einer vorzeitigen Kündigung nicht verloren. Das „Bank11-Sparbriefkonto FLEX“ bietet einen Anlagezeitraum zwischen sechs Monaten und vier Jahren, der Zins beträgt ab drei Jahren 3,5 Prozent bei jährlicher Ausschüttung. Reine Tages- und Festgeldanlagen können währenddessen ihre Popularität halten. Reines Festgeld ist hilfreich für Privatkunden, die ihr Geld für eine Weile „parken“ können. Der Trend geht hier gerade zu Laufzeiten von höchstens fünf Jahren. Darüber hinaus entwickeln sich die Renditen derzeit vergleichsweise flach. Tagesgeld wiederum hält den Anleger durch seine tägliche Verfügbarkeit extrem flexibel und gilt deshalb als ideales Kriseninvestment. Die Konditionen des Anbieters sollten auf jeden Fall regelmäßig nachgeprüft werden, da der Tageszins variabel ist und von der jeweiligen Bank nach oben und unten angepasst werden kann. Natürlich bietet sich im Bereich Geldanlage noch eine große Zahl von weiteren Anlagemöglichkeiten: Gemischte Fonds investieren beispielsweise gleichzeitig in Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Ein Nachteil von Fonds sind aber recht hohe Ausgabeaufschläge, die von der Performance des Fonds erst einmal aufgefangen werden müssen. Natürlich können Anleger ein solches Portfolio auch privat nachbilden. Wichtig für den individuellen Aufbau sind das jeweilige Alter, die Risikobereitschaft, die berufliche Situation und der Wissensstand zum Thema Finanzen. Zum Beispiel könnte ein komplex aufgebautes Portfolio mit hohem Aktienanteil einen „Neuling“ möglicherweise überfordern. Alles in allem scheint in Krisenzeiten vor allem die perfekte Mischung von Anlageprodukten gefragt zu sein. Der Anleger kann mit fertigen Kombinationsprodukten arbeiten und sich darüber hinaus selbst ein Portfolio mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammenstellen. Eine solche Diversifikation des Sparvermögens mindert das Risiko des Anlegers und steigert im Gegenzug seine Flexibilität bei Veränderungen der Marktlage.
Die gleiche Flexibilität wird auf der anderen Seite vom Anleger selbst gefordert. Er sollte sich regelmäßig über die Wirtschaftslage informieren und seine Investments im Blick behalten, um sein Geld bestmöglich vor Wertverlusten zu schützen. Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen fordern also von allen Beteiligten Einsatz und Köpfchen.
Weitere Informationen zu flexiblen Anlagen erhalten Sie in unserem Tagesgeld Vergleich.


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