Die gesetzliche EinlagensicherungDer Fall der isländischen Bank Kaupthing Egde sorgte im Herbst 2008 für Gänsehaut bei Tagesgeld-Anlegern. Nachdem das Institut Pleite ging, war wochenlang nicht klar, ob Anleger Entschädigungen aus dem schwer angeschlagenen isländischen Einlagensicherungsfonds erhalten würden. Zitterpartien dieser Art werden in Deutschland durch die gesetzliche Einlagensicherung verhindert. Zum 1. Januar 2011 wurde diese erneut erhöht: Alle Banken sind jetzt dazu verpflichtet, die Anlagen ihrer Kunden bis zu einer Höhe von 100.000 Euro abzusichern. Der Einlagensicherungsfonds deutscher BankenDie meisten deutschen Banken haben sich nach der Finanzkrise auch dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken angeschlossen. Dieser sichert das Kundenkapital seiner Mitglieder bis zur Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank ab. Bei einer vergleichsweise kleinen Bank mit 5 Millionen Euro Eigenkapital würde das eine Absicherung je Kunde von 1,5 Millionen Euro bedeuten – für die Mehrheit der Geldanleger also durchaus genug, um sich über ihr Erspartes keine Sorgen machen zu müssen. Geldanlagen bei ausländischen BankenWenn Sie Ihr Kapital bei ausländischen Kreditinstituten angelegen wollen, sollten Sie sich in Vorfeld gründlich über die jeweilige Einlagensicherung informieren. Denn für eine ausländische Bank gilt in der Regel das Einlagensicherungssystem des Landes, in dem sie ihren Hauptsitz hat. Abweichungen von deutschen Sicherheits-Standards sind hier nicht selten. Europaweit hat man sich jedoch mit dem europäischen Einlagensicherungsfonds auf einen Basis-Schutz von Geldanlagen bis 20.000 Euro zu mindestens 90 Prozent geeinigt. Neben der Verbesserung der Einlagensicherung wurden auf internationaler Ebene die Sicherheitsvorkehrungen für Geldinstitute verschärft. Die „Basel III“-Regelungen, die im September 2010 vom Zusammenschluss der Notenbanken und Finanzaufsichtsbehörden beschlossen wurden, verpflichten unter anderem die Banken der Eurozone, größere Kapitalpuffer zum Schutz vor Notsituationen aufzunehmen. Im Zuge der Schuldenkrise wollten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten nicht mehr warten, bis Basel III 2013 schrittweise in Kraft tritt und schraubten die Anforderungen für die Banken noch höher. Auf dem Gipfel im Oktober beschlossen sie, dass die Finanzhäuser Europas bis Mitte kommenden Jahres ihre Kernkapitalquote auf neun Prozent erhöhen müssen, um so besser auf Krisenfälle vorbereitet zu sein. Regelmäßige Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) sollen zudem die Widerstandsfähigkeit der Kreditinstitute überprüfen. Hierbei werden verschiedene Krisenszenarien vorgegeben, die von den Banken durchgespielt werden müssen. Nur wenn eine Bank genügend Kapitalpuffer besitzt, um Kreditausfällen und Kursabstürzen im Krisenfall Stand zu halten, kann sie den Test bestehen. Nach erheblicher Kritik an den ersten Stresstests wurden die Bedingungen für den „Blitzstresstest“ im Oktober 2011 verschärft. Dessen Ergebnisse blieben aber erneut hinter den Berechnungen anderer offizieller Quellen zurück: Nach Angaben der EBA besitzen die europäischen Banken einen Kapitalbedarf von 80 Milliarden Euro, während der Internationale Währungsfonds diese Summe im September auf 200 Milliarden Euro beziffert hatte. In unserem großen Tagesgeld Vergleich informieren wir Sie zur Einlagensicherung aller am Markt aktiven Anbieter. Wir empfehlen den mehrfachen Sieger der Stiftung Warentest: die Bank of Scotland ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken und garantiert die Sicherheit aller Einlagen bis zu 250.000 Euro. Außerdem profitieren Sie von einem attraktiven Startguthaben und gleichbleibend hoher Verzinsung.


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