Der "Klassiker" Bausparen - "voll cool" für den Nachwuchs?

Bausparen für Ihr Kind
Wie verschaffe ich meinem Kind den besten Start ins Leben, und wo finde ich die effektivsten Anlagemöglichkeiten für meinen Nachwuchs? Viele Elternpaare zerbrechen sich den Kopf über diese Fragen und das, lange bevor das Kind überhaupt auf der Welt ist.

Ein bewährtes Instrument zur Schaffung von Eigenkapital bietet zum Beispiel der Bausparvertrag. Durch kontinuierliches Ansparen während der Kindheit greifen die Eltern ihrem Nachwuchs im Erwachsenenalter beim Kauf einer Wohnung oder einem Eigenheim unter die Arme.

Ein rascher Einstieg lohnt sich – der Bausparvertrag im Überblick

Beim Bausparen ist die Zeit eindeutig Ihr Freund. Je länger angespart wird, umso niedriger kann die Sparrate veranschlagt werden und umso weniger belastet das Bausparen den elterlichen Geldbeutel. Zum Beispiel investieren viele Eltern einen Teil des Kindergelds in einen Bausparvertrag.

Die Verzinsung des Bausparvertrags wird für die gesamte Laufzeit festgeschrieben und ist somit unabhängig von schwankenden Kapitalmärkten. Nach wie vor sollten in der Ansparphase circa 40 bis 50 Prozent der vereinbarten Bausparsumme eingesammelt werden. Die eingezahlten Gelder erhalten Guthabenzinsen, die jährlich gutgeschrieben werden.

Schauen Sie deshalb vor Abschluss eines Bauspartarifs auf:

  • den festgelegten Prozentsatz für die Ansparsumme
  • die Guthabenverzinsung
  • die Verzinsung für die folgende Baufinanzierung in der Darlehensphase

Nicht zu vergessen natürlich auch, dass Bausparverträge vom Staat mit einer Prämie belohnt werden. Bis zu 8,8 Prozent jährliche Unterstützung sind für Bausparer ab 16 Jahren möglich. Die Einkommensgrenze hierfür beträgt 25.600 Euro für Alleinstehende und 51.200 Euro für Verheiratete, bei denen eine Zusammenveranlagung besteht. Die Bausparprämie ist von der Kapitalertragssteuer befreit.

Der kleine Unterschied macht’s – wie Bausparverträge inzwischen mit Flexibilität punkten

Vor rund 25 Jahren gab es von jedem Finanzinstitut nur eine Bausparmöglichkeit, der alle folgen mussten. Diese Situation hat sich gravierend geändert. Eine ganze Reihe von Anbietern unterscheidet inzwischen verschiedene Spartypen, die ein auf ihre Bedürfnisse angepasstes Produkt abschließen können. Zum Beispiel werden besondere Tarife für Hauseigentümer angeboten, die ihr Heim in den nächsten Jahren renovieren müssen. Andere möchten die Ansparphase gleich überspringen, weil sie bereits den gesamten Sparbetrag in der Hinterhand haben.

Flexibler gehandhabt als früher werden unter anderem:

  • Höhe und Häufigkeit der Einzahlungen
  • Nachträgliche Erhöhung der Bausparsumme
  • Hinausschieben der Darlehensnahme bzw. endgültige Ablehnung eines  Darlehens
  • Teilnutzung der Bausparsumme

„Oldie but Goldie“ – Der Bausparvertrag behauptet sich gegenüber der Konkurrenz

Der „Klassiker“ Bausparvertrag gehört anscheinend noch nicht zum „alten Eisen“. So stellte die Stiftung Warentest zuletzt im Dezember 2010 fest, dass der längerfristige Ertrag beim Bausparen fast unschlagbar ist. Für Privatkunden mit Geduld und langfristigen Plänen ist dieser Weg zu den eigenen vier Wänden weiter eine sehr sichere und vergleichsweise günstige Alternative.

Tipps der vergleich.de-Redaktion

Vorsicht bei der Festlegung des Zuteilungszeitpunkts – dieser kann sich in schwachen Finanzmarktphasen nach hinten verschieben. Außerdem sollten Sie stets regelmäßig in den Bausparvertrag einzahlen. Denn wenn Beiträge ausbleiben, entfällt auch schnell die lukrative Wohnungsbauprämie.

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