Kfz-Versicherung und private Krankenversicherung - Alten Vertrag rechtzeitig kündigen!Auch beim Thema Versicherungen muss bis Ende 2011 einiges überprüft und gegebenenfalls neu abgeschlossen werden. Wenn Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln wollen, müssen Sie die schriftliche Kündigung auch in diesem Jahr bis zum 30. November bei Ihrem alten Anbieter einreichen. Falls Ihr Kfz-Versicherer die Beiträge erhöht, besitzen Sie sogar ein Sonderkündigungsrecht bis zum 31. Dezember 2011.
Es sind wieder eine Menge attraktiver Angebote auf dem Markt zu finden – im Konkurrenzkampf haben die Autoversicherer 2011 noch härtere Bandagen angelegt, von denen Kunden profitieren können. Schauen Sie bei Wechselgedanken aber nicht nur auf den Preis, sondern auf das genaue Leistungsangebot des jeweiligen Anbieters. Manche Versicherer sparen an Stellen ein, die für Sie persönlich ungünstig sein können.
Erkundigen Sie sich zum Beispiel, ob ein sogenannter „Rabattretter“ im Angebot enthalten ist, eine Leistung speziell für Autofahrer, die seit mehreren Jahren unfallfrei fahren und sich deshalb in einer hohen Schadenfreiheitsklasse befinden. Ein „Rabattretter“ ermöglicht es dem Versicherungsnehmer, auch nach einem Unfall in der gleichen Schadenfreiheitsklasse zu bleiben.
Ihre Private Krankenversicherung können Sie problemlos kündigen, wenn die Police teurer wird. Die Beitragsrechnung mit den wichtigsten Informationen wird normalerweise kurz vor Jahresende per Post bei Ihnen eintrudeln. Sie sollen sich auf jeden Fall schon im Vorfeld nach einer anderen privaten Krankenversicherung oder einem neuen Tarif umschauen, und bei einem Wechsel möglichst schnell einen neuen Vertrag abschließen, damit für Sie die ganze Zeit ein Versicherungsschutz besteht. Wenn kein außerordentlicher Grund besteht, beträgt die Kündigungsfrist für die private Krankenversicherung übrigens drei Monate.Prüfen Sie allerdings vor einem Wechsel genau, ob sich dieser Schritt für Sie lohnt. Gerade für ältere Versicherte oder chronisch Kranke können Nachteile entstehen, wenn höhere Beiträge wegen geringerer Altersrückstellungen oder Risikozuschläge erhoben werden. Riester - Zulagen - Antrag bis Jahresende stellenViele Anbieter von Riester-Renten schlagen ihren Kunden vor, dass sie die regelmäßige Einreichung des Zulagenantrags für sie übernehmen. Falls das bei Ihnen nicht der Fall ist und Sie im Verzug sind, können Sie die Zulage bis zu zwei Jahre verspätet einreichen. Bis zum 31.12.2011 haben Sie dementsprechend die Möglichkeit, einen Antrag für die Zulage aus dem Jahr 2009 stellen.
Sie sollten außerdem bei Ihrer Riester-Rente nachprüfen, ob der bis Jahresende von Ihnen eingezahlte Beitrag ausreicht, um die volle Zulage vom Staat zu erhalten. Nur wenn mindestens vier Prozent des Bruttoeinkommens eingezahlt werden, erhält der Versicherte die gesamte Förderungssumme. Sie kann auch eine Extrazulage für jedes Kind enthalten: Maximal 300 Euro ab dem Geburtsjahr 2008, davor 185 Euro je Kind. Auch diese Zulage muss unter Umständen erst beantragt werden.
Wer keine Riester-Rente besitzt, aber über einen Abschluss nachdenkt, sollte aus einem weiteren Grund schnell zugreifen. Denn bei einem Vertragsabschluss ab dem 01.01.2012 kann die staatlich geförderte Riester-Rente erst ab dem 62. Lebensjahr ausgezahlt werden, anstatt bisher ab dem 60. Lebensjahr. Eine frühere Auszahlung ist ab dem nächsten Jahr grundsätzlich möglich, die staatlichen Förderungsmöglichkeiten fallen dann allerdings weg. Wer bis zum 31.12.2011 eine Altersvorsorge oder eine Risiko-Lebensversicherung abschließt, kann noch von einem Garantiezins von 2,25 Prozent profitieren. Ab Anfang 2012 rutscht der Garantiezins für den Sparanteil auf 1,75 Prozent. Falls Sie ohnehin in nächster Zeit planen, sich eine dieser Versicherungen zuzulegen, dann sollten Sie bis Jahresende zugreifen. Auf diese Weise steht Ihnen der bessere Garantiezins dauerhaft zu.
Zwei weitere Argumente, die dafür sprechen, vor dem Jahreswechsel eine Police abzuschließen: Bei der Berufsunfähigkeit rechnen Experten in Kürze mit steigenden Beiträgen für Neuverträge. Darüber hinaus kann bei Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen jedes zusätzliche Lebensjahr den Versicherungsbeitrag deutlich erhöhen.
In den nächsten drei Monaten gibt es also eine Menge zu tun. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir alle „To-Dos“ in der Grafik „Versicherungscheck“ für Sie zusammengefasst.


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