Baden-Württemberg "gesündestes" BundeslandZunächst einmal ist das allgemeine Krankheitsrisiko regional unterschiedlich verteilt: In Sachsen ist die Wahrscheinlichkeit krank zu werden am größten, gefolgt von Thüringen und Sachsen-Anhalt. Baden-Württemberg ist dagegen momentan das „gesündeste“ Bundesland von allen. Uwe Repschläger, Leiter für Unternehmensstrategie und Controlling bei der Barmer GEK, interpretiert dieses Ergebnis dahingehend, dass sich Bildung und Einkommen wesentlich auf die Gesundheitschancen ausüben. Besserverdiener und Gebildete sind nachweislich in den letzten zwei Jahrzehnten verstärkt aus dem Osten Deutschlands weggezogen. Ein völlig anderes Bild bietet sich bei der Volkskrankheit Depression. Erkrankungen treten hier vermehrt in Hamburg, Berlin und Bremen sowie in Bayern auf. Zumindest werden sie dort häufiger diagnostiziert. Die Ergebnisse sind zumindest teilweise darauf zurückzuführen, dass sich in den Stadtstaaten eine vergleichsweise hohe Zahl von Psychotherapeuten niedergelassen hat. Die relative Therapeutendichte beläuft sich bei Spitzenreiter Bremen auf 235, während Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern nur einen durchschnittlichen Wert von 36 vorweisen kann. Abhängigkeitserkrankungen sind wiederum besonders in den nördlichen Gebieten Deutschlands zu finden. Für die Regionen mit höheren Krankheitslasten entsteht kein finanzieller Nachteil, da sie höhere finanzielle Zuweisungen erhalten als die „gesünderen“ Regionen. So ist eine befriedigende medizinische Versorgung in allen Gebieten gewährleistet. Allerdings können dadurch nicht alle Mangelerscheinungen ausgeglichen werden. Zum Beispiel lassen sich nach wie vor zu wenige Hausärzte im ländlichen Raum nieder. Auf 372 Einwohner je Arzt in Bremen kommen Statistiken zufolge 651 Bürger je Arzt in Brandenburg. Wenn Sie sich für weitere Daten zu Deutschlands meistverbreiteten Volkskrankheiten interessieren, sollten Sie einen Blick auf unsere Infografik Volkskrankheiten werfen – Sie bietet sowohl harte Fakten als auch ungewöhnliche Einzelheiten zu den häufigsten Krankheiten der Bundesbürger. Falls Sie ihre Krankenversicherung wechseln wollen, bieten wir Ihnen einen kostenfreie Vergleichsmöglichkeiten: Wählen Sie eine auf Sie persönlich zugeschnittene Gesetzliche Krankenkasse oder Private Krankenversicherung.


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