
Was eine gute Steuersoftware leisten sollte Das Gute an einer PC-Steuersoftware ist, dass sie die jährlichen Änderungen im Steuerrecht berücksichtigt. Der Nachteil dabei: Die Programme müssen jedes Jahr neu gekauft werden. Doch das Geld ist gut anlegt, schließlich können sie auch jede Menge Geld wieder einbringen.
Dazu erfragen die meisten Softwareprogramme zunächst wichtige Angaben zu Ihrer persönlichen Situation. Dabei handelt es sich z.B. um den Familienstand, Ihr Einkommen und eventuelle Sonderausgaben und Werbungskosten. Einige Programme blenden zudem Tipps und Tricks ein, wie Sie noch mehr Geld vom Finanzamt zurückfordern können. Zudem achtet eine gute Software darauf, dass alle Daten plausibel sind und keine Zahlendreher oder unlogische Werte eingegeben werden. Meist kann man dann schon während der Eingabe sehen, wie hoch die wahrscheinliche Erstattung oder eventuelle Nachzahlung sein könnte. Auch Musterbriefe für einen möglichen Widerspruch sind oft schon hinterlegt.
Die Zeitschrift „Computerbild“ hat einen Test von Steuersoftware durchgeführt. Hier sind ersten vier Plätze:
1. Platz: Buhl Data WISO Sparbuch 2010 Buhl Data Tax 2010 Standard Die Testsieger kommen aus dem Hause Buhl. Beide Programme waren einfach zu bedienen und die Musterfälle wurde fehlerfrei bearbeitet. Dazu gibt es gratis ein umfangreiches Buch mit Steuertipps. Allerdings besteht bei beiden Programmen ein Aktivierungs- und Registrierungszwang für Updates. Das Wiso-Sparbuch ist ab 25,90 Euro erhältlich, Data Tax kostet ca. 15 Euro.
2. Platz: Akademische Arbeitsgemeinschaft Steuer-Spar-Erklärung 2010 Die Steuer-Spar-Erklärung rechnet im Test vier von fünf Musterfällen richtig. Positiv fallen hier die einfache Bedienung und das kostenlose Hilfetelefon auf. Das Programm der Akademischen Arbeitsgemeinschaft ist für ca. 25 Euro erhältlich. „Computerbild“ empfiehlt dieses Programm auch Selbständigen und Rentnern.
3. Platz: Akademische Arbeitsgemeinschaft Steuer-Taxi 2010 Steuer-Taxi baut auf der selben Plattform auf wie die Steuer-Spar-Erklärung. Deswegen wurde auch hier ein Musterfall falsch berechnet. Die Ausstattung ist etwas mager – deshalb empfiehlt sich das Programm auch nicht für Selbständige. Auch hier kann auf ein kostenloses Hilfetelefon zurückgegriffen werden. Steuer-Taxi kostet ca. 15 Euro.
4. Platz: Lexware Taxman 2010 Die Lexware-Software berechnete ebenfalls nur vier von fünf Musterfällen richtig. Zudem fehlten in besonderen Steuerfällen weitergehende Berechnungsfunktionen. Im Lieferumfang ist zusätzlich ein Buch mit Steuertipps enthalten. Lexware Taxman 2010 ist für rund 25 Euro erhältlich.
Und was ist mit Elster? Für einfache Steuerfälle ohne komplizierte Aufwendungen reicht auch das Elster-Formular, das von den Finanzämtern zur Verfügung gestellt wird. Anwender müssen hier allerdings auf wertvolle Tipps und Hilfestellungen verzichten. Dafür ist das Programm kostenlos. Wer mehrere Einnahmequellen hat, viel von der Steuer absetzen kann oder sich nicht so gut im Steuerdschungel auskennt, ist aber mit einem Steuerprogramm besser beraten. 

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