Leitzinserhöhung – handeln Sie schnell
Mit der Erhöhung des Leitzinses um 0,25% reagierte die EZB im Mai auf die drohende Inflation. Der Leitzins legt fest, zu welchen Konditionen Banken Geld bei der EZB ausleihen können. Negative Folgen für die Immobilienfinanzierung bleiben dabei leider nicht aus, sind aktuell jedoch noch nicht dramatisch. Natürlich beschaffen sich die Banken das verlorene Geld beim Anleger zurück – allerdings mit Verzögerung. Bauherren, die sich die momentan immer noch auf Tiefstniveau befindenden Zinssätze sichern möchten, müssen schnell reagieren.
Wie finanzieren?
Viele Experten erwarten noch in diesem Jahr eine weitere Erhöhung des Leitzinses auf 2%. Trotzdem sind die Zinssätze für Baukredite mit circa 3,8% bei 10 jähriger Laufzeit momentan niedrig. Wer zusätzlich ein KfW-Darlehen in der Finanzierung berücksichtigt, kommt oft noch günstiger dabei weg. Einige Banken werten das KfW-Darlehen als Eigenkapital und reagieren mit geringeren Zinssätzen. Bei zu erwartenden Zinsanstiegen sollten Bauherren auch über lange Laufzeiten oder Forward-Darlehen nachdenken.
Warum sich lange Laufzeiten lohnen
Lange Laufzeiten von 15-20 Jahren empfehlen sich trotz höherer Zinssätze, da Kredite ab dem 10. Jahr nach sechsmonatiger Kündigungsfrist gekündigt und zurückgezahlt werden können. Kreditnehmer sind genau so flexibel wie bei einer 10 jährigen Laufzeit, können günstige Konditionen jedoch länger nutzen. Mit Laufzeiten von über 10 Jahren ist der Bauherr vor etwaigen Zinsanstiegen geschützt und kann – falls die Zinsen in 10 Jahren im Keller sind – problemlos kündigen und Kredite mit besseren Konditionen aufnehmen.
Forward-Darlehen
Eigentümer, deren Finanzierung in den kommenden Jahren abläuft, sollten ein Forward-Darlehen in Betracht ziehen. Aktuell bestehende Konditionen lassen sich damit für bis zu 5 Jahre sichern. Eventuellen Zinssteigerungen kann so gelassen entgegengetreten werden, obwohl sich die Banken das Risiko mit einem geringen Aufschlag auf die späteren Leitzinsen bezahlen lassen. Der Kunde unterschreibt heute, ruft sein Darlehen jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt ab. Zurzeit sind zwischen 0,015 und 0,045 Prozentpunkte pro Monat Wartezeit üblich. Rufen Sie Ihr Forward-Darlehen also ab, sobald der Zinssatz des Darlehens höher liegt, als der Zinssatz, der Ihnen von der Bank angeboten wird. Ein ganz großer Pluspunkt: Die Zahlen, mit denen Sie rechnen können, sind fest! Mit einem Forward-Darlehen sind Sie unabhängig vom Markt und können so ein stabiles Finanzierungsmodell schon früh festlegen.
Wo zuschlagen? Die Zinssätze verschiedener Baugeld Anbieter unterscheiden sich oft drastisch. Nutzen Sie unseren Schnellrechner, um sich einen tagesaktuellen Überblick zu verschaffen. Berechnen Sie die unterschiedlichen Zinssätze zu Ihrem Immobilienvorhaben und stellen Sie kostenlose und unverbindliche Anfragen – bei bis zu vier Anbietern gleichzeitig! Dann kann der vielleicht größte Wunsch – die eigenen vier Wände – schon bald erfüllt werden.


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