Ein verlockendes Angebot mit vielen Extras?Das Angebot der Postbank hört sich erstmal sehr verlockend an: Ein Girokonto mit vielen Extraleistungen, wie z.B. einem Tagesgeldkonto mit satten 3,33% Zinsen p.a., einer kostenlosen Kreditkarte, 1 Cent pro Liter Tank-Rabatt bei teilnehmenden Shell-Stationen und kostenlos Bargeld an ca. 9.000 Geldautomaten, in über 1.000 Postbankfilialen und immer mehr Shell Tankstellen. Zusätzlich wird der Zinssatz wird für 6 Monate garantiert.
Zudem überzeugte der Online-Antrag der Postbank unsere Redaktion. Er ist sehr übersichtlich und verständlich aufgebaut. Wir konnten das Konto schnell und unkompliziert beantragen. Ein Konto mit viel SternchentestEin Sternenhimmel, unter dem hochragende Gefühle aufkommen? Beim Postbank Giro plus wohl eher nicht. Hinter den Sternchentexten verbirgt sich die ein oder andere Ernüchterung.
Die 3,33 Prozent Zinsen auf das Tagesgeldkonto erhalten nur Neukunden und nur für Anlagebeträge bis 24.999,99€. Zusätzlich muss das Girokonto bis zum 31.07.2011 als Gehaltskonto eingerichtet werden. Denn erst bei einem monatlichen bargeldlosem Geldeingang von mindestens 1.000€ ist das Konto auch kostenlos. Ansonsten zahlen Sie 5,90€ jeden Monat, auch wenn Sie das Girokonto nicht nutzen.' Wenn Sie sich dafür entschieden haben, das Konto als Gehaltskonto zu nutzen – kommen einige zeitraubende administrative Aufgaben auf Sie zu. Denn grundsätzlich darf eine Bank aus Gründen des Datenschutzes Ihre Geldein- und ausgänge nicht auswerten. Damit die Postbank jedoch weiß, dass Ihr Girokonto zum Gehaltskonto wird, müssen Sie neben den Antrags-Formularen ein weiteres Formular ausfüllen, welches sich „Gehalt-/Bezügeüberweisung“ nennt. Dort tragen Sie die Angaben zu Ihrem Arbeitgeber ein und senden es an die Postbank. Ihr Arbeitgeber wird dann von der Postbank über Ihre neuen Kontodaten informiert, um Ihr Gehalt künftig auf das neue Konto zu überweisen.
Für das „kostenlos“ und die 3,33 Prozent Zinsen für 6 Monate Laufzeit müssen Sie also richtig was tun und von sich preisgeben. Es ist zudem zu vermuten, dass der Zinssatz nach den ersten 6 Monaten auf 1,1% fällt, da Bestandskunden diesen Zinssatz erhalten und er auch für Neukunden bei Beträgen ab 25.000 € gezahlt wird.
Ein weiterer Sternchentext zur gebührenfreien VISA Card ist uns aufgefallen: Die Kreditkarte ist zwar im ersten Jahr kostenlos, ab dem zweiten Jahr fallen 22€ Gebühren pro Jahr an. Die Vor- und Nachteile des Postbank Giro plus im Überblick- Hohe Filial- und Automatenabdeckung
- Übersichtlicher Online-Antrag
- Tankstellen-Rabatt: 1 Cent pro Liter bei Shell Stationen
- 3,33 % Zinsen garantiert für 6 Monate
- Angebot gilt nur für Neukunden
- Aufwändige Einrichtung des Gehaltskontos
- Girokonto muss zum Gehaltskonto werden, sonst 5,90€ Kosten pro Monat
- Kreditkarte nur im ersten Jahr kostenlos. Danach 22€ pro Monat
Das vergleich.de Fazit zum Postbank giro plusVergleich.de kann Anlegern, die auf hohe Zinsen setzen und gleichzeitig auf der Suche nach einem neuen Girokonto sind, das Angebot der Postbank empfehlen. Denn mit diesem Kombinationsangebot aus Girokonto und Tagesgeld bietet die Postbank aktuell Zinsen deutlich über dem Marktniveau an. Und die an die Sonderkonditionen geknüpften Bedingungen sind bei Personen, die gerade ihr Girokonto wechseln möchten, kein Nachteil.
Für schnelle Zinshopper ist das Angebot nicht zu empfehlen, denn Aufwand und Nutzen stehen aus unserer Sicht in keinem Verhältnis. Wir finden – ganz schön viel Arbeit für einen guten Tagesgeldzins für 6 Monate.
zum Tagesgeld Vergleich


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