Der vergleich.de Newsletter im Mai 2010

Artikel weiterempfehlen

Geldanlagen zur Fußball-WM: Renditeknaller oder Verlustgeschäft?

Geldanlagen zur Fußball-WM

 


Ob Fußballweltmeisterschaft oder Bundesliga – wenn der Ball rollt und Tore fallen, sollen auch Anleger ihre Freude daran haben. So lautet jedenfalls der Grundgedanke eigens auf den Fußball zugeschnittener Geldanlageprodukte. Zinsknaller oder Risikogeschäft – das ist hier die Frage. 


Spannend, aber wenig Rendite
Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ist für viele Banken ein willkommener Anlass, Geldanlageprodukte rund um das runde Leder und das Großereignis anzubieten. Ob es sich dabei um Sportzertifikate, Fonds oder Sparbriefe handelt – die meisten Produkte sind reine Glücksspiele und somit für eine ernsthafte und gewinnbringende Geldanlage kaum geeignet.

So gibt es beispielsweise Sportzertifikate, die auf den Ausgang einzelner Spiele der deutschen Nationalmannschaft setzen. Hat der Anleger richtig getippt, bekommt er eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt; verliert er, ist sein Geld weg. Eine viel zu riskante Anlage, von der auch Verbraucherschützer abraten.

Einen "WM-Sparbrief" mit einer Kombination aus Sparbrief und Investmentfonds bietet die PSD-Bank Nord an. Anleger müssen aber mindestens 5.000 Euro anlegen: die Hälfte wird für zwei Jahre in einem Sparbrief zu drei Prozent festgelegt, die andere Hälfte für sechs Jahre in einem Fonds von Union Investment. Der Fonds kann selbst ausgesucht werden, allerdings fällt hier ein Ausgabeaufschlag an. Zwei Nachteile hat dieses Produkt gegenüber beispielsweise Tagesgeld: Erstens wissen Sie nicht, wie sich der Aktienmarkt in den sechs Jahren entwickelt. Ob und wie viel Zinsen Sie auf die zweite Hälfte Ihres Geldes bekommen, ist also ungewiss. Zweitens können Sie nicht von kommenden Zinssteigerungen profitieren, da Ihr Geld im Sparbrief für zwei Jahre festgelegt ist. Der WM-Sparbrief hat jedoch auch einen Vorteil gegenüber rein spekulativen Fußballprodukten: Das Geld ist nicht an Fußball-Ergebnisse gekoppelt. Jeder Fondsanleger erhält zudem sein eingezahltes Geld zum Laufzeitende garantiert zurück. 


Erfolgreiche Mannschaft – Höherer Zins
Das Prinzip ist nicht neu: Seit Jahren werben auch viele Bundesliga-Klubs mit eigenen Sparkarten. Meist ist deren Verzinsung abhängig von den geschossenen Toren oder den erzielten Punkten: Je erfolgreicher der Verein ist, desto höher ist auch der Zinssatz auf die Spareinlagen. Trotzdem lohnen sich diese Sparkarten kaum, denn die Verzinsung liegt selten über einem Prozent. Zudem gelten die gewährten Zinsaufschläge oder Bonuszinsen oft nur bis zum nächsten Spiel oder bis Ende des Kalendermonats.


Die besseren Alternativen
Genau wie bei den Sparkarten der Bundesliga-Klubs werden auch die Zinsofferten zur Fußballweltmeisterschaft meist nur mager verzinst. Ein weiteres Manko ist die kurze Dauer der Zinsboni: Oft bestehen sie nur wenige Wochen, danach gilt wieder der niedrige Basiszins.

Auch Fußballfreunde sollten deshalb besser in Tagesgeld oder kurzfristiges Festgeld investieren. Dort gibt es nicht nur höhere Zinsen von bis zu drei Prozent – Ihr Geld ist auch wesentlich sicherer angelegt. Und kommt der lang erhoffte Zinsschub können Sie ganz schnell reagieren und Ihr Geld auf ein höher verzinstes Konto anlegen.

zum Tagesgeld Vergleich


Artikel bewerten:
Übermittlung Ihrer Stimme...