Der vergleich.de Newsletter im März 2010Artikel weiterempfehlen Bis zu 500 Euro Energiekosten sparen
Die Energiekosten steigen und steigen seit Jahren, doch zuletzt hat sich die Lage zugespitzt. Kaum ist eine Preiserhöhung bei Strom und Gas in der privaten Finanzplanung berücksichtigt, wird die nächste auch schon angekündigt.

Beispiel Strom Erst zum Jahreswechsel haben 200 Anbieter, darunter die Großkonzerne Vattenfall und EWE, die Preise angehoben – teilweise drastisch, um bis zu 14 Prozent. Nun wollen 77 weitere Unternehmen noch im Frühjahr nachziehen. Insgesamt werden von den angekündigten Preiserhöhungen rund 9,6 Millionen Haushalte betroffen sein. Neben den Kunden zahlreicher kleinerer regionaler Anbieter werden auch die des größten deutschen Energieversorgers E.ON draufzahlen müssen: Bei fünf von sieben Regionaltöchtern des Unternehmens – E.ON Bayern, E.ON Mitte, E.ON Avacon, E.ON Hanse und E.ON Westfalen Weser – soll Strom ab April und Mai zwischen 2,5 und 6,6 Prozent teurer werden. Durchschnittlich werden die Strompreise bei den 77 Versorgern um 5,73 Prozent steigen, in der Spitze um 13,8 Prozent. Dies bedeutet für einen Durchschnittshaushalt mit vier Personen und einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden Mehrkosten von bis zu 148 Euro pro Jahr.
Gründe für die Preiserhöhungen Die Energieversorger nennen neben gestiegenen Einkaufspreisen und Netzentgelten auch höhere Kosten durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert den Betreibern von Wind- und Solaranlagen feste Einnahmen zu. Dafür wird ein Aufschlag auf den Strompreis erhoben. Da die alternativen Energien boomen, werden die Strompreise weiter steigen. Experten rechnen für 2011 mit einer Zunahme der EEG-bedingten Mehrbelastung der Verbraucher um 1,8 bis zwei Cent pro Kilowattstunde auf bis zu 4,4 Cent einschließlich Mehrwertsteuer. Für den erwähnten Haushalt würden sich damit die Stromkosten erneut um bis zu 100 Euro pro Jahr erhöhen.
Auf dem Gasmarkt sieht es ähnlich aus. Auch hier haben zahlreiche Anbieter zum Jahreswechsel die Preise stark angehoben, und weitere Preiserhöhungen sind angekündigt. Das kürzlich gefällte Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach Energieanbieter ihre Gaspreise nicht mehr ausschließlich an den Ölpreis koppeln dürfen, wird kaum für eine Entlastung der Verbraucher sorgen. Denn die für die Preisbildung entscheidenden langfristigen Verträge zwischen internationalen Gaslieferanten und Versorgern wie E.ON, die seit langem auf der Ölpreisbindung beruhen, bleiben vom Urteil der Karlsruher Richter unberührt. Je mehr die internationale Wirtschaft wieder in Gang kommt, desto teurer wird Öl und damit also auch Gas werden.
Was Sie tun können Sie sind den Energieversorgern und ihren Preisforderungen nicht hilflos ausgeliefert – Sie können den Anbieter wechseln. Dank des zunehmenden Wettbewerbs am Energiemarkt gibt es erhebliche Preisunterschiede, sowohl bei Strom als auch bei Gas. So bieten neue Anbieter ihre Leistungen deutlich günstiger an als zum Beispiel alteingesessene Stadtwerke. Je nach Haushaltsgröße lassen sich bei Strom bis zu 200 Euro pro Jahr und bei Gas bis zu 300 Euro jährlich einsparen – eine Chance, die Sie nutzen sollten. Den passenden, günstigen Anbieter finden Sie in unseren Vergleichen.
Zum Strompreis-Vergleich
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