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Noch Fragen? Die 12 wichtigsten Antworten zu Tages- und Festgeld

Noch Fragen? Die 10 wichtigsten Antworten zu Tages- und Festgeld


Der Leitzins steht derzeit mit einem Prozent auf einem historischen Tiefstand. Trotzdem bieten Banken weiterhin attraktive Zinsen für Fest- und Tagesgeldanlagen an. Falls Sie noch nicht wissen, welche Anlage für Sie die richtige ist, haben wir hier für Sie die Antworten auf die 12 wichtigsten Fragen zusammengestellt.

 

1. Was ist der Unterschied zwischen einem Tages- und einem Festgeldkonto?
Mit Tagesgeld bleiben Sie flexibel: Sie können jederzeit auf Ihr Erspartes zugreifen und so bei Zinsänderungen schnell reagieren. Der Zinssatz ist variabel, das heißt, er kann jederzeit steigen oder sinken. Einige Banken bieten Ihnen aber eine Zinsgarantie, der Zinssatz wird also bis zu einem festgelegten Zeitraum nicht geändert. Eine Mindesteinlage wird meist nicht gefordert und eine Kündigung ist jederzeit möglich.

Festgeld wird mit einer festen Frist angelegt. Das bedeutet, dass Sie für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr nicht auf Ihr Geld zugreifen können. Dafür erhalten Sie einen festen und oft höheren Zinssatz als für Tagesgeld. Die meisten Banken verlangen eine Mindesteinlage. Eine Kündigung vor Vertragsablauf ist meist nicht möglich, es sei denn, diese Möglichkeit wurde vor Vertragsbeginn in die Bedingungen mit aufgenommen. Müssen Sie doch einmal vor Ablauf des Vertrages kündigen, zeigen sich zwar viele Banken kulant, lassen sich jedoch den dadurch entstandenen Nachteil teuer bezahlen. Sie verlieren dann nicht nur Ihre angesammelten Zinserträge, sondern müssen oft auch noch eine Vorfälligkeitsgebühr bezahlen. Sparen Sie deshalb am besten einen Teil Ihres Geldes auf einem Tagesgeldkonto, auf das Sie jederzeit zugreifen können.

Noch bessere Zinskonditionen erhalten Sie, wenn Sie Ihr Geld langfristig anlegen. Sparbriefe haben eine Mindestlaufzeit zwischen 2 und 10 Jahren, der Zinssatz steigt mit der Länge der Vertragsdauer.

2. Wer bietet derzeit die besten Zinsen an?
Noch sind die Banken den Empfehlungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht gefolgt und bieten weiter attraktive Zinsen an. Hervorzuheben ist dabei zum Beispiel das Tagesgeld der Barclays Bank, das derzeit mit 2,75 Prozent verzinst wird. Einen Zinssatz von 2,7 Prozent bietet Ihnen das Tagesgeld der VTB Direktbank. Auch die Bank of Scotland verzinst ihr Tagesgeldkonto derzeit mit 2,7 Prozent. Hier erhalten Sie aber derzeit zusätzlich noch ein Startguthaben von 30 Euro plus eine Prämie von 20 Euro von vergleich.de.

Das MoneYou Festgeld ist für alle empfehlenswert, die Ihr Geld nur mit einer kurzen Dauer anlegen möchten: Gerade wurde das mit 2,9 Prozent verzinste Festgeldkonto von der Zeitschrift „Finanztest“ zum besten Festgeldkonto mit sechs Monaten Laufzeit gewählt. Einen Zinssatz von 3,0 Prozent zahlt die Bank of Scotland für eine Festgeldanlage von einem Jahr.

3. Wie sicher ist ein Tages- oder Festgeldkonto?
Verschiedene Sicherungssysteme sorgen dafür, dass Ihr Geld auf einem Tages- oder Festgeldkonto gut geschützt ist. So sind beispielsweise alle Banken mit Sitz in der EU gesetzlich verpflichtet, die Einlagen jedes Kunden bis zu einer Höhe von 100.000 Euro zu sichern. Zudem sind viele deutsche Banken Mitglied im Einlagensicherungsfonds. Ihr Guthaben ist dort bis zu einer Höhe von 30 % des Eigenkapitals der Bank geschützt. Selbst kleine Banken bieten Ihnen so eine praktisch hundertprozentige Sicherheit für Ihre Geldanlage.

Sparkassen, Genossenschaftsbanken, öffentliche Banken und Bausparkassen haben eigene Sicherungssysteme, die ebenfalls einen fast unbegrenzten Schutz bieten. Möchten Sie Ihr Geld bei einer ausländischen Bank oder mehr als 100.000 Euro anlegen, informieren Sie sich am besten vorher bei der Bank, wie hoch die Einlagensicherung in diesem Fall wäre.

4. Wie funktioniert die Kontoeröffnung?
Alle Tagesgeldkonten in unserem Vergleich können Sie ganz unkompliziert mit einem Online-Antrag eröffnen. Füllen Sie einfach das Antragsformular aus und drucken dieses dann zusammen mit dem Postident Coupon aus. Mit dem Antrag und dem Coupon gehen Sie dann zur Post, um sich zu identifizieren. Sobald der Antrag bei der Bank eingegangen ist, wird Ihr Konto eröffnet.

Alle wichtigen Schritte zur Online-Eröffnung Ihres Tagesgeldkontos haben wir noch einmal in unserer Infografik zum Postident Verfahren für Sie zusammengefasst.

5. Gibt es einen bestimmten Zeitraum, für den ich das Geld anlegen muss?
Auf Tagesgeld können Sie jederzeit zugreifen. Festgeld legen Sie dagegen für einen bestimmten Zeitraum an. Dieser bewegt sich je nach Angebot zwischen 30 Tagen und einem Jahr. Je länger die Laufzeit ist, desto höher ist meist auch der Zinssatz.

6. Wie hoch ist die Verzinsung?
Die Zinssätze für Tagesgelder werden sowohl nach der Höhe des Leitzinses als auch nach der Geschäftspolitik der Bank festgelegt. Um neue Kunden und Einlagen zu bekommen, erhalten beispielsweise Neukunden oft einen höheren Zinssatz als Bestandskunden. Beim Festgeld hängt die Höhe des Zinssatzes oft von der Länge der Anlagedauer ab. Sowohl für Tagesgeld als auch für Festgeld gilt: Ein Vergleich lohnt sich!

7. Wie wirkt sich ein Startguthaben auf die Rendite aus?
Neben dem Zinssatz haben auch ein Startguthaben sowie eventuelle Kosten und Gebühren Einfluss auf die Rendite. Auf die meisten Tages- und Festgelder müssen keine Gebühren bezahlt werden, stattdessen bekommen Sie oft ein Startguthaben geschenkt. Das steigert Ihre Rendite, sofern Sie Ihr Geld kurzfristig anlegen.

Schließen Sie beispielsweise das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland ab, erhalten Sie derzeit einen Zinssatz von 2,7 Prozent plus einem Startguthaben von 50 Euro. Zwar bietet Ihnen das mon@you-Tagesgeldkonto 2,75 Prozent Zinsen, dennoch ist die Rendite und der Zinsertrag durch das Startguthaben bei der Bank of Scotland höher.

Doch auch ein Konto ohne Startguthaben kann sich lohnen. Bietet ein Tagesgeldanbieter nämlich wesentlich höhere Zinsen als andere Banken an, ist dies auf eine lange Anlagedauer gesehen oft rentabler. Schauen Sie doch mal in unseren Tagesgeldvergleich, dort sehen Sie die Rendite der verschiedenen Konten auf einen Blick.

8. Gibt es Zinsschwankungen?
Haben Sie Ihr Geld auf einem Festgeldkonto angelegt, brauchen Sie vor Zinsschwankungen keine Angst zu haben. Sie erhalten den vertraglich festgelegten Zinssatz über die gesamte Laufzeit. Anders sieht es bei einem Tagesgeldkonto aus: Hier ist der Zinssatz variabel und kann jederzeit von der Bank geändert werden.

9. Was sagt der Zahlungstermin der Zinsen aus?
Wann die Zinsen gezahlt werden, ist ein wichtiges Kriterium für die Höhe der Rendite: Je häufiger es eine Zinszahlung gibt, desto mehr profitieren Sie vom Zinseszinseffekt. Werden die Zinsen beispielsweise einmal im Quartal gezahlt, erhöht sich Ihr Anlagebetrag und Sie erhalten darauf im nächsten Quartal wieder mehr Zinsen.

Ein Beispiel: Sie haben auf einem Tagesgeldkonto 20.000 Euro angelegt und erhalten dafür einen Zinssatz von 2,7 Prozent. Wird Ihr Konto nun monatlich verzinst, wächst Ihr Guthaben dank Zinseszins nach einem Jahr um 546,73 Euro. Bei einer jährlichen Verzinsung erhalten Sie dagegen nur 540 Euro.

10. Gibt es eine Mindestsumme, die ich anlegen muss?
Tagesgeldkonten werden meist ab dem ersten Euro verzinst, auf Festgeldkonten muss oft ein Mindestbetrag eingezahlt werden. Dieser liegt in den meisten Fällen bei mindestens 2.500 Euro, einige Banken setzen aber auch niedrigere Beträge an oder verlangen keine Mindesteinlage.

11. Was ist „Flexibles Festgeld“?
Unter flexiblem Festgeld versteht man eine Kombination aus Tages- und Festgeld. Ein Teil des Geldes wird für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt, die restliche Einlage ist als Tagesgeld täglich verfügbar. Derzeit bieten drei Anbieter das flexible Festgeld an: die VTB Bank verzinst beispielsweise ihr Konto mit 3,8 Prozent für drei Jahre. 80 Prozent der Einlage werden fest angelegt, über 20 Prozent kann auf dem Tagesgeldkonto frei verfügt werden. Weitere Anbieter von flexiblem Festgeld sind die NIBC Bank und die SKG Bank.

12. Müssen Tages- und Festgeldzinsen versteuert werden?
Erträge, die durch ein Tages- oder Festgeldkonto erwirtschaftet werden, unterliegen der Abgeltungssteuer. Wer den pauschalen Abzug von 25 Prozent vermeiden möchte, sollte noch vor der ersten Zinszahlung einen Freistellungsauftrag einrichten. Das Formular dazu erhalten Sie mit Ihren Antragsunterlagen.

Unsere Empfehlung: Legen Sie einen Teil Ihres Geldes als Festgeld an. Dort erhalten Sie derzeit die höchsten Zinsen. Auf wie viel Geld Sie ein Jahr oder länger verzichten können, hängt von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab. Das restliche Geld sollten Sie auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto parken. So können Sie frei über Ihr Geld verfügen und schnell auf ein gutes Geldanlageangebot reagieren.

vergleich.de Tipp: Ein Tages- oder Festgeldkonto ist bei den meisten Banken kostenlos. Sie können also auch mehrere Konten bei verschiedenen Banken eröffnen und so von einem eventuellem Startguthaben oder einer Prämie profitieren.

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