Der vergleich.de Newsletter im Februar 2012

Geld gegen Pfand: Der teure Kredit aus dem Pfandleihhaus

Geld gegen Pfand: Der teure Kredit aus dem Pfandleihhaus


Der Kredit aus dem Pfandleihhaus scheint auf den ersten Blick attraktiv: Ihre Kreditwürdigkeit spielt keine Rolle und Sie erhalten schnell und unbürokratisch ein Darlehen. Doch die Pfandleihhäuser lassen sich dies teuer bezahlen.

 

Der Pfandkredit: Schnell und unbürokratisch, aber teuer
Der Pfandkredit ist für viele Deutsche eine attraktive Alternative zum Bankkredit. Zum einen spielt die Kreditwürdigkeit des Kunden für das Pfandleihhaus keine Rolle, zum anderen wird das Geld sofort und unbürokratisch ausgezahlt. Und so werden jedes Jahr nicht nur Schmuck, Münzen und Porzellan versetzt, sondern auch Autos, Boote oder Teppiche.

Wer seinen Pfand ganz schnell wieder auslöst, hat tatsächlich einen guten Kredit bekommen. Aber bereits die Hinterlegung des Pfandes über einen Zeitraum von mehr als einen Monat kann Sie teuer zu stehen kommen. Je länger der Pfandgegenstand im Leihhaus liegt, desto kostspieliger wird der Kredit für Sie.

Hohe Gebühren als Kostentreiber
Pfandleihhäuser werben mit ihrem niedrigen Zinssatz von 1 Prozent pro Monat. Das klingt günstig, aber zusätzlich werden auch noch Gebühren für die Schätzung, Aufbewahrung und Versicherung berechnet. Die Höhe der Gebühr hängt vom Darlehensbetrag ab: Für bis zu 300 Euro werden pauschal 2,50 Euro berechnet, bei Beträgen über 300 Euro sind die Gebühren frei verhandelbar. Meist liegen diese zwischen 2 und 3 Prozent des Kreditbetrages.

Ein Beispiel: Für Ihr versetztes Schmuckstück erhalten Sie einen Kredit von 250 Euro. Sie zahlen also inklusive der Gebühr im Monat 5 Euro an das Pfandleihhaus. Das hört sich nicht teuer an, doch wenn man den Zinssatz auf das Jahr hochrechnet, erhält man einen effektiven Jahreszins von 25,4%. Für einen Kredit von 400 Euro und einem Zinssatz von drei Prozent steigt der effektive Jahreszins sogar auf 51,4% inklusive der monatlichen Gebühr von 2,50 Euro.

Noch teurer wird es, wenn Sie Ihr Auto versetzen. Zusätzlich zu Zinsen und Gebühren wird hier noch eine Standgebühr von bis zu 5 Euro pro Tag fällig. Verpfänden Sie beispielsweise Ihr Auto für einen Betrag von 5.000 Euro und zahlen drei Prozent Zinsen, beträgt der effektive Jahreszins bei einer monatlichen Gebühr von 2,50 Euro und einer Standgebühr von 5 Euro pro Tag satte 85,9%!

Die Alternative: Ein günstiger Ratenkredit
Die Beispiele zeigen es: Wird ein Pfand nicht rechtzeitig ausgelöst, wird der Kredit teuer. Ein Pfandkredit sollte deshalb nur in Anspruch genommen werden, um kurzfristig eine Notsituation zu überbrücken. In den meisten Fällen ist es sinnvoller, einen Ratenkredit aufzunehmen. Diesen erhalten Sie heute ebenso schnell und unbürokratisch wie einen Pfandkredit. Gleichzeitig haben Sie aber mehr Zeit für die Rückzahlung und müssen deutlich weniger Zinsen zahlen.

Schauen Sie mal in unseren Ratenkredit Vergleich! Dort finden Sie garantiert den passenden Ratenkredit. Entscheiden Sie sich beispielsweise für das Kreditangebot von Dr. Klein anstatt Ihr Auto zu versetzen, zahlen Sie nur einen effektiven Jahreszins von 3,45 Prozent für einen Kredit von 5.000 Euro. Somit fallen gerade mal 172,51 Euro Kreditkosten in 12 Monaten an. In der Pfandleihe müssten Sie für den gleichen Zeitraum 4.293,00 Euro bezahlen.

vergleich.de Tipp: Ihnen bleibt kein anderer Weg als der zur Pfandleihe? Dann fragen Sie bei verschiedenen Pfandleihhäusern nach und lassen Sie sich mehrere Angebote erstellen. Oft unterscheidet sich der Preis für einen Pfand von Leihhaus zu Leihhaus erheblich.


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