29.04.2010 - Krankenkassen: Defizit geringer als erwartet

Dank der weiterhin guten Beschäftigungslage fällt das Minus bei den gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr wohl geringer aus als erwartet. Es werde etwa 3,1 Milliarden Euro betragen, erklärte der Schätzerkreis für die gesetzliche Krankenversicherung am Mittwoch in Berlin. Zuletzt waren die Experten noch von einem Minus von rund vier Milliarden Euro ausgegangen. Dem Schätzerkreis gehören das Bundesversicherungsamt, das Bundesgesundheitsministerium und die Krankenkassen an.

Bei den Berechnungen wurden die auf Initiative von Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP) von der Bundesregierung beschlossenen Einsparungen bei Arzneimitteln mit 500 Millionen Euro berücksichtigt. Die Einnahmen des Gesundheitsfonds betragen einschließlich der Bundeszuschüsse voraussichtlich 172 Milliarden Euro. Die Summe der Versichertenbeiträge lag wegen der weiterhin guten Lage am Arbeitsmarkt rund 900 Millionen Euro höher als in der letzten Schätzung angenommen.

Die 186 Krankenkassen müssen Differenzen zwischen ihren Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds und ihren Ausgaben aus anderen Quellen decken. Einige Krankenkassen verfügen über Rücklagen, anderen bleibt nur die Erhebung eines Zusatzbeitrags von ihren Mitgliedern.

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