Die Wahl der Krankenkasse kann sich auf den Inhalt des Portemonnaies auswirken. Zwischen den verschiedenen gesetzlichen Kassen bestehen Preisunterschiede von teilweise mehr als 500 Euro pro Jahr, wie die Zeitschrift „Finanztest“ ermittelte. Dies sei möglich, seitdem die ersten Kassen Zusatzbeiträge erheben.
So müssten gut verdienende Mitglieder der BKK für Heilberufe und der Gemeinsamen BKK Köln (GBK) nun für zwölf Monate bis zu 450 Euro extra zahlen – zusätzlich zum einheitlichen Beitragssatz für alle gesetzlich Krankenversicherten. Mitglieder der G&V BKK erhielten dagegen nach einem Jahr eine Prämie in Höhe von 72 Euro, berichtet „Finanztest“. Sowohl Zusatzbeitrag als auch Prämie beträfen aber nur die Mitglieder der Kassen. Für kostenlos mitversicherte Kinder und Ehepartner ändere sich nichts.
Zehn gesetzliche Krankenkassen hatten angekündigt, ihre Mitglieder mit einem monatlichen Zusatzbeitrag zu belasten. Betroffen sind rund 8,7 Millionen der 51 Millionen Versicherten, der Großteil davon bei der DAK. Sieben der zehn Kassen verlangen acht Euro im Monat, die BKK für Heilberufe und die GBK ein Prozent des Einkommens. Auch die BKK Westfalen-Lippe berechnet den monatlichen Extra-Obolus nach dem Einkommen, deckelt ihn aber bei zwölf Euro. Mehr als 50 Kassen haben dagegen zumindest für das laufende Jahr einen Zusatzbeitrag ausgeschlossen.
„Finanztest“ rät Versicherten jedoch, die Wahl der Krankenkasse nicht allein von den Kosten abhängig zu machen. Würden besondere Leistungen angeboten, könne sich eine Mitgliedschaft trotz Zusatzbeitrag lohnen.
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