Langfristig sollen sie jährlich zwei Prozent ihrer Kundengelder in Notfonds vorhalten. Nach zehn Jahren wären damit Mittel in Höhe von 128 Milliarden Euro eingesammelt.
Mit dieser Initiative will die Brüsseler Behörde Sparer für den Fall künftiger Bankeninsolvenzen besser schützen. Derzeit sei die Einlagensicherung mit europaweit 23 Milliarden Euro völlig unterfinanziert, heißt es in dem EU-Papier. Die privaten deutschen Geldinstitute zum Beispiel zahlen jährlich nur 0,06 Prozent ihrer Kundengelder in den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken ein. Schon die Pleite der vergleichsweise kleinen Frankfurter Lehman-Tochter hatte die Sicherungssysteme in Deutschland überfordert. Der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands konnte die Lehman-Kunden nur entschädigen, weil der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin ihm mit einer Garantie zu Hilfe kam.
Neben den Sicherungssystemen der Banken besteht in der EU ein gesetzlicher Mindestschutz für Spareinlagen. Nachdem in der Finanzkrise etliche Geldinstitute in Schwierigkeiten geraten waren, hatten die EU-Finanzminister verabredet, den Schutz von 20.000 Euro bis Ende dieses Jahres schrittweise auf 100.000 Euro anzuheben. Dies war jedoch laut EU-Kommission nur eine „Notfallreparatur“, der nun eine grundlegende Reform der Sicherungssysteme folgen soll.