Damit müssen Bankkunden in Europa vorerst nicht mehr fürchten, ins Visier von US-Terrorfahndern zu geraten.
Hinter dem Kürzel Swift verbirgt sich ein belgischer Finanzdienstleister, der neun von zehn Auslandsüberweisungen der EU-Bürger abwickelt. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 übermittelte Swift aus seinem Rechenzentrum in den USA jahrelang sensible Daten wie Name, Empfänger und Höhe von Überweisungen an die dortigen Behörden. Doch seit Januar ist der Informationsfluss unterbrochen, da Swift seine Rechner nach Europa verlegt hat. Ohne Zustimmung des EU-Parlaments will das Unternehmen keine Daten mehr weitergeben.
Mit dem Swift-Abkommen, das seit dem 1. Februar galt, wollten die EU-Außenminister den US-Behörden wieder einen Zugriff auf europäische Kontodaten ermöglichen. Anhaltende Proteste von Bürgern und Datenschützern zeigten nun jedoch Wirkung.