Die deutsche Pro-Kopf-Verschuldung durch die Griechenland-Krise

Welche Schulden müssen wir schultern?

Die Griechenland-Krise und ihre Beteiligten befinden sich im Geschwindigkeitsrausch: EU-Gipfel reiht sich an EU-Gipfel, ein „Hebel“ für den Rettungsfonds EFSF und ein Schuldenschnitt wurden beschlossen – das Bangen um die Zukunft der Hellenen ebbt trotzdem nicht ab. Im schlimmsten Fall würde gleich eine ganze Reihe von Schulden auf uns zurückfallen: zum Beispiel unser Anteil am EFSF, der bisher nur eine Garantie ist. Außerdem halten wir über die Bundesbank Anteile an der Europäischen Zentralbank (EZB), die weiterhin Anleihen von Schuldenstaaten aufkauft. Falls die Mittel des Rettungsfonds nicht mehr ausreichen und die Griechenland-Krise in einem Bankrott endet, könnten Verluste der EZB durch den Ausfall von Staatsanleihen unseren Schuldenberg vergrößern.

Griechenland-Krise – wie viele Schulden drohen für den Einzelnen?

Die Schulden, die bei einer Eskalation der Griechenland-Krise auf uns zukommen könnten, bewegen sich im dreistelligen Milliardenbereich. Aber was bedeutet diese unvorstellbar hohe Zahl für den Einzelnen? Welcher Teil der Schuldensumme entfällt auf einen erwerbstätigen Bundesbürger? Die Infografik Schulden liefert Ihnen die passenden Antworten zu Ihren Fragen.

Griechenland-Krise – wie viele Schulden drohen für den Einzelnen?

Ihnen gefällt unsere Infografik?

Dann kopieren Sie einfach den untenstehenden Code und binden diese kostenfrei auf Ihrer Homepage oder Ihrem Blog ein.

Inlandsschulden wiegen schwerer als Hilfen für die Griechenland-Krise

Wir haben unter anderem ausgerechnet, dass sich die maximale Haftungssumme pro Bundesbürger durch den EFSF auf 5.146,34 Euro beläuft. Unsere bestehende Inlandsverschuldung (55.238,68 Euro) lastet aber wesentlich schwerer auf dem einzelnen Bürger als mögliche Stützungszahlungen für verschuldete EU-Staaten.

Beispielrechnung Mehrwertsteuer – vergleich.de dreht an der „Steuerschraube“

Um zu verdeutlichen, welche Maßnahmen für den Abbau des gesamten Schuldenbergs nötig wären, haben wir eine – rein theoretische – Rechnung aufgestellt: Wie stark und für welchen Zeitraum müsste die Mehrwertsteuer erhöht werden, um die Schulden loszuwerden? Das Ergebnis zeigt, dass der Staat kräftig an der „Steuerschraube“ drehen müsste, um seine Rückstände vollständig abzubauen. Allerdings weniger wegen drohender Zahlungen durch einen Bankrott von Griechenland & Co., sondern hauptsächlich wegen der bestehenden Inlandsschulden.

Geldanlage in Krisenzeiten – Flexibilität ist gefragt

Kommen wir von der Theorie zurück zur Praxis: Finanzexperten und Politiker sind sich einig darüber, dass uns die Griechenland-Krise noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Flexible Anlageformen wie Tagesgeld können Ihnen dabei helfen, mit dem schnellen Tempo der Krise Schritt zu halten.