20.10.2009 – Trickreiche Malware plündert deutsche Online-Konten Sicherheitsexperten warnen vor einem Trojaner neuer Machart, der darauf spezialisiert ist, Geld von deutschen Online-Konten abzubuchen. „URLzone“ verbreitet sich über Mails, Links auf Webseiten und manipulierte Webseiten. Er nutzt bekannte Sicherheitslücken in Webbrowsern, um sich auf der Festplatte von Computern einzunisten. Dort angelangt, verfolgt er den Datenverkehr zwischen Browser und Bank, stiehlt Zugangsdaten und macht Screenshots von Seiten.
All dies ist für einen Trojaner nicht ungewöhnlich, doch URLzone kann noch weit mehr. Er überweist selbstständig Geld auf Konten meist ahnungsloser Strohmänner („Money Mules“), von wo aus die Beute weiter verschickt wird. Das Betrugsopfer merkt zunächst nichts, da die Malware ihm eine manipulierte Kontoübersicht präsentiert, die den Stand vor dem Diebstahl anzeigt.
URLzone überlistet auch die Sicherheitssysteme der Banken. Er prüft den Kontostand und die letzten Kontobewegungen und überweist ausschließlich Beträge von der üblichen Größe, mit denen der Dispositionskredit nicht überschritten wird. So fliegt der Betrug meist erst dann auf, wenn das Opfer einen anderen Computer fürs Online-Banking benutzt oder eine Bankfiliale besucht. Der Trojaner soll bislang rund 300.000 Euro von deutschen Konten abgebucht haben. Zusätzlich stiehlt er die Daten anderer Internetkonten wie PayPal, Google Mail oder Facebook.
Um eine Infektion Ihres Computers mit der Malware zu verhindern oder zu beseitigen, sollten Sie Ihr Anti-Viren-Programm regelmäßig aktualisieren. Beachten Sie auch unsere goldenen Regeln für sicheres Online-Banking. 
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