21.01.2009 - Online-Banking: Phishing-Gefahr bleibt Die Gefahr von illegalen Abbuchungen durch Phishing ist noch längst nicht gebannt. Zwar sorgte die Einführung der indizierten Transaktionsnummern (iTan) für einen Rückgang der Straftaten in 2008, dennoch habe es gegen Ende des Jahres bereits wieder einen Anstieg gegeben. Die Täter passen sich veränderten technischen Gegebenheiten schnell an, betont der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, auf dem Forum "Industrialisierung der Computerkriminalität".
"Das Phishing hat längst nicht mehr nur die Erlangung klassischer Online-Banking-Daten zum Ziel; die Täter von heute interessieren sich für alle Arten von Zugangsdaten, mit denen sie Verfügungen im Internet vornehmen können“, so Ziercke. Einige hunderttausend Menschen seien bereits betroffen. Als besonders gefährlich stuft Ziercke die so genannten Trojaner ein, die über Schadprogramme private Kontodaten ausspähen und diese nach außen übermitteln. Hier müsse die Polizei technisch aufrüsten, um den Internet-Kriminellen Einhalt gebieten zu können.
Aber auch der Internet-User müsse selbstverständlich auf die Sicherheit seines Computers achten. Laut dem Branchenverein BITKOM nutzen derzeit nur zwei Drittel der Computerbesitzer eine Firewall. "Wer sein System sichert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch das seiner Mitsurfer. Wer keine Firewalls installiert und gedankenlos surft, dessen Computer wird schnell zur Bedrohung auch für andere Nutzer“, so BITKOM-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf.
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