Kontaktlos bezahlen mit Kreditkarte
Die neuen Kreditkarten sind mit sogenannten NFC-Chips und einer Miniantenne ausgestattet, wodurch Zahlungsvorgänge an der Kasse per Funk abgewickelt werden können. Der Vorteil daran: Kunden müssen ihre Karten nicht mehr in ein Lesegerät stecken. NFC steht für „Near Field Communication“ („Nahfeld-Kommunikation“), einem internationalen Übertragungsstandard zum kontaktlosen Datenaustausch über Distanzen von bis zu vier Zentimetern. Die neue Technik ist vor allem für Zahlungen kleinerer Beträge gedacht.
Handy-Software macht Datenklau kinderleicht
Das ARD-Magazin „Report“ hat das neue Bezahlsystem auf den Prüfstand gestellt und zusammen mit einer Softwarefirma eine Smartphone-App entwickelt, die dazu in der Lage ist, auf dem Chip gespeicherte Daten der Kreditkarte aus kurzer Entfernung auszulesen. So können Kriminelle auf die Kreditkartennummer und das Verfallsdatum der Karte zugreifen und mit diesen Daten problemlos im Internet einkaufen. Den dreistelligen Sicherheitscode auslesen, der meist auf der Rückseite der Kreditkarte steht, kann die App zwar nicht, allerdings ist es bei vielen Onlineshops möglich, auch ohne dessen Angabe zu bezahlen. Für den Inhaber der Karte wird der Datenklau erst mit der nächsten Kreditkartenabrechnung sichtbar, woraufhin er die Kreditkarte sperren lassen muss, um sich vor weiteren, ungewollten Abbuchungen zu schützen.
Markteinführung der NFC-Karten gestartet
Das neue System soll im Laufe des Jahres in den USA, Kanada und Großbritannien eingeführt werden. Auch in Deutschland haben Bankinstitute und Kartenausgeber wie VISA und Mastercard bereits damit begonnen, alle im Umlauf befindlichen Karten gegen solche mit NFC-Chip auszutauschen. Bis 2015 soll der Austausch abgeschlossen sein.
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