Beratung durch Banken ist unzureichend
Der Professor Dominik Georgi der Frankfurt School of Finance & Management, und seine Co-Autoren erfassten in Kundeninterviews, Expertengesprächen und Marktanalysen die vorherrschenden Kundenbedürfnisse und Angebote der Banken. Das Ergebnis: die Beratung durch die Banken ist in den meisten Fällen unzureichend. Die wenigsten Banken klären ihre Kunden ausreichend über verschiedene Formen der Geldanlage und deren Vor- und Nachteile auf. Vor allem die Vorzüge und Risiken von Vorsorgeprodukten bleiben so vielen Kunden unklar.
Was Kunden wirklich wollen
Seit der Finanzkrise sind Kunden misstrauischer geworden und hinterfragen Bankentscheidungen häufiger. Die Autoren sehen das als Chance für die Banken, die den Kundennutzen stärker in den Fokus rücken sollten. Da Kunden ein gesteigertes Bedürfnis nach Service haben, wäre eine Honorarberatung statt der Verkauf von Produkten auf Provisionsbasis ein Schritt in die richtige Richtung. „Mich wundert, dass Banken nicht eher mit einem Servicegedanken an die Sache herangehen, sondern oft nur mit Gebühren und Zinsen geworben wird“, sagt Georgi. „Freundliche Berater und eine Krabbelecke“ sorgten zwar für Kundenzufriedenheit, so Georgi weiter, doch Banken sollten vorrangig den Kundennutzen erhöhen, indem sie ihre Kunden gut informieren, sie aber selbstständige Produktentscheidungen treffen ließen.
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