EFSF verliert Sicherheit
Der Rettungsfonds „European Financial Stability Facility“ (EFSF) wird derzeit aus den Garantien von 14 EU-Staaten gebildet. Wenn Rettungspakete, wie zum Beispiel das zur Entschärfung der Griechenland-Krise, geschnürt werden sollen, beschafft sich der Fonds Kapital an den Finanzmärkten. Bislang galten die Garantien der Mitglieds-Staaten mit Top-Bonität als ausreichende Sicherheit. Da jetzt aber alle Garantiegeber außer Deutschland, der Niederlande, Finnland und Luxemburg herabgestuft wurden, verliert der EFSF an Sicherheit. Allein durch die Herabstufung von Frankreich und Österreich auf „AA+“, fällt die Garantie-Summe des EFSF von 451 Milliarden Euro auf 271 Milliarden Euro.
Springen jetzt die Investoren ab?
In einem Gastbeitrag in der Zeitung „Bild am Sonntag“ schätzt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Tom Mayer, die Lage des EFSF kritisch ein: „In den letzten Monaten war es für den EFSF schon nicht leicht, Kapital am Markt aufzunehmen, in den nächsten Monaten muss der EFSF erneut an den Markt, um einen zweistelligen Milliardenbetrag für das neue Griechenland-Programm zu beschaffen“. Um trotz geschwächter Bonität neue Investoren zu finden, müssten nun wesentlich höhere Zinsen gezahlt werden.
Verteidigung der EFSF Bonität
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker, die Europäische Kommission sowie weitere deutsche EU-Politiker kündigten bereits an, die EFSF-Bonität auf jeden Fall verteidigen zu wollen.
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