Einkommensplus von 160 Euro dank Gesetzesänderungen
Der Ökonom Frank Hechtner hat für die „Süddeutsche Zeitung“ analysiert, wie das Einkommensplus im kommenden Jahr zu Stande kommt. Seinen Berechnungen zufolge bewirkt das Zusammenspiel vieler kleinerer Änderungen im Steuer- und Abgaberecht am Jahresende ein stattliches Einkommensplus von maximal 160 Euro. Arbeitnehmer mit einem Jahresbruttogehalt zwischen 24.000 und 66.000 profitieren am meisten von den Gesetzesänderungen.
Änderungen bei der Altersvorsorge und dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag
Schon der von 19,9 auf 19,6 Prozentpunkte gesunkene Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung bringt Beschäftigten 60 Euro mehr Netto. Ab diesem Jahr können darüber hinaus Aufwendungen für die Altersvorsorge zu einem größeren Teil von der Steuer abgesetzt werden. Zudem erhöht der Gesetzgeber die Anrechnung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 920 Euro auf 1.000 Euro.
Durchschnittsverdiener profitieren am meisten
Während sonst vor allem Besser- und Spitzenverdiener von den Änderungen im Abgaberecht profitieren, kommen die aktuellen Änderungen den Normal- bis Geringverdienern zu Gute. Die Berechnungen der „Süddeutschen Zeitung“ zeigen, dass Arbeitnehmer mit höheren Gehältern nur maximal 65 Euro durch die neue Abgabenregelung geltend machen können. Grund dafür ist die angehobene Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherung.
Steuersenkungen 2013 vergleichsweise gering
Die für 2013 angekündigten Steuersenkungen werden den Beschäftigten in Deutschland ein vergleichsweise kleines Lohnplus bescheren. Laut Hechtners Berechnungen verfügen die Bürger dann noch einmal über durchschnittlich 76 Euro mehr im Portemonnaie. Wenn aber Anfang 2014 die zweite Stufe der Steuerreform in Kraft tritt, werden sich die Entlastungsbeträge noch einmal merklich erhöhen.
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