Euro-Einführung: Hoffen auf Einigkeit und Stabilität
Das Magazin FOCUS berichtet im aktuellen Artikel „10 Jahre Teuro“ über die Prognosen, die die Euro-Einführung vor 10 Jahren begleiteten. Wim Duisenberg, der damalige Chef der Europäischen Zentralbank, versprach, der Euro werde für „Preisstabilität“ sorgen. Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel prognostizierte, der Euro sei eine so harte Währung wie die Mark. Und Ex-Kanzler Gerhard Schröder ging davon aus, dass die neue Währung den „jahrhundertealten Traum vom einigen, gemeinsamen Europa“ wahr machen würde.
Ernüchterung nach 10 Jahren Euro
Doch die Realität sieht 10 Jahre nach der Euro-Bargeld-Einführung anders aus: Ganz Europa leidet unter der Einheitswährung. Die Euro-Krise hat offenbart, dass viele Staaten auf Schuldenbergen in Billionenhöhe sitzen. Die nunmehr 2 Jahre anhaltenden Bemühungen der EU-Staatsoberhäupter die Eurozone zu stabilisieren, brachten bislang keinen Erfolg. Erst am Donnerstag sank der Wert des Euros auf einen Jahrestiefstand von 1,28 Dollar.
Euro macht Deutschland teurer
Auch das Versprechen, der Euro sei stabil, konnte nicht gehalten werden. Gegenüber dem Schweizer Franken und dem Dollar schwankte der Wert des Euros seit seiner Einführung enorm. Nicht zuletzt brachte der Euro eine extreme Preissteigerung in fast allen Lebensbereichen. Allein zum Vorjahr sind Verbrauchsgüter in Deutschland um 5,3 Prozent teurer geworden, berichtet FOCUS.
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