Herabstufung der Kreditwürdigkeit
Neben Deutschland und Frankreich sind von einer möglichen Herabstufung auch Österreich, Belgien, Finnland, Luxemburg und die Niederlande betroffen. Die US Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) beschränkte sich nicht darauf, den Ausblick wie üblich auf „negativ“ zu senken, sondern wählte die schärfere Form der „Beobachtung“. In den kommenden 90 Tagen wird die Agentur eine endgültige Entscheidung über die Einstufung der Euro-Staaten treffen.
Gründe für die mögliche Herabstufung
Begründet hat S&F diesen drastischen Schritt mit den folgenschweren Auswirkungen der Schulden-Krise in der Eurozone. In den vergangenen Wochen sei ein Maß erreicht worden, das die Euro-Zone insgesamt unter enormen Druck setze. Darüber hinaus kritisierte S&P das unentschlossene Handeln der Politiker zur Bekämpfung der Krise.
Was passiert, wenn Deutschland seine Bonität verliert?
Noch besitzt Deutschland eine hervorragende Bonität von AAA. Würde der Staat diesen Status verlieren, wäre eine Geldaufnahme an den Kapitalmärkten nur noch unter erschwerten Konditionen möglich. Die Börsen reagieren bereits auf die düsteren Prognosen der Rating-Agentur. Nachdem die Börsen in New York und Asien bereits gestern erste Kursverluste zeigten, wurde heute Morgen auch der Dax auf 6.000 Punkte zurückgeworfen.
Ausblick: Entschlüsse beim Euro-Gipfel
Beim Euro-Gipfel Ende dieser Woche sollen verbindliche Beschlüsse zur Rettung des Euros getroffen werden. Deutschland und Frankreich gaben bereits bekannt, dass an den Vorschlägen zur Verschärfung der Regeln in der Euro-Zone festgehalten werde. Mit einem Fünf-Punkte-Plan soll die Haushaltsdisziplin in Europa gestärkt werden und schärfere Sanktionen für Schuldenstaaten vergeben werden.
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