Verbraucherpreise vermitteln durchschnittliche Teuerungsrate
Die Verbraucherpreise zeigen die Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von Privathaushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Auf diese Weise liefert der dazugehörige Index des Statistischen Bundesamts eine Übersicht über die durchschnittliche Teuerung in Deutschland. Bei der Berechnung der Inflation wird von einem bestimmten „Warenkorb“ ausgegangen, der laufend aktualisiert wird. Für diesen „Warenkorb“ werden jeden Monat 300.000 Einzelpreise von Produkten erfasst, die von den Konsumenten aktuell häufig gekauft werden.
Energiepreise tragen maßgeblich zu steigender Inflation bei
Das Statistische Bundesamt führt die höhere Inflation vor allem auf steigende Energiekosten zurück. Sie legten gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent zu. Kraftstoffe trugen mit einem Plus von 12,7 Prozent zu diesem Anstieg bei, beim Heizöl legten die Preise im Vergleich zum Vorjahr sogar um 25 Prozent zu. Auch bei Strom und Gas war ein deutlicher Anstieg spürbar: Die Stromkosten stiegen um 7,0 Prozent, Gas verteuerte sich um 6,5 Prozent. Die Energiepreise nicht inbegriffen hätte die gesamte Inflationsrate im Oktober nur um 1,4 Prozent zugelegt.
Preis für Margarine im Oktober um knapp ein Viertel gestiegen
Nichtsdestotrotz sprangen auch in anderen Bereichen die Preise zuletzt deutlich an, zum Beispiel bei einigen Lebensmitteln. Der Preis für Margarine legte beispielsweise um 23,9 Prozent zu, der Butterpreis immerhin noch um 10,5 Prozent. Auch Fruchtsäfte verteuerten sich merklich im Vergleich zum Vorjahr: Ihr Preis stieg um durchschnittlich 13,6 Prozent an. Die Kosten für Gemüse gingen hingegen um 7,3 Prozent zurück. Besonders spürbar war dies beim Kopf- und Eisbergsalat, die sich jeweils um 35,4 Prozent verbilligten.
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