Rettung deutscher Banken kostete bisher rund 39 Milliarden Euro
Die Bundesregierung musste nach Angaben von Eurostat während der Finanzkrise am meisten in die Rettung seiner Bankinstitute investieren: Deutschland präsentiert sich mit Aufwendungen über 38,9 Milliarden Euro im europäischen Vergleich als Schlusslicht. Bei Irland und Großbritannien waren die Kosten ebenfalls sehr hoch: Die Iren zahlten bisher 35,7 Milliarden Euro zur Rettung ihrer Banken, die Briten 15,1 Milliarden Euro. Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien konnten dagegen sogar ein leichtes Plus erwirtschaften.
Hohe Investments hiesiger Banken in toxische Wertpapiere
Vor Start der Finanzkrise hatten sich vor allem deutsche Institute mit sogenannten „toxischen Wertpapieren“ eingedeckt. Die Namen der Sorgenkinder sind bekannt: Unter anderem gerieten Hypo Real Estate, IKB und verschiedene Landesbanken wegen Investments in verbriefte Hypothekenpapiere in Bedrängnis. Aktuell belastet die Abwicklung der Hypo Real Estate die deutschen Steuerzahler ganz besonders. Im Gegensatz zu anderen EU-Staaten erhielt Deutschland vergleichsweise geringe Prämienzahlungen von den geretteten Banken zurück. Im Gegensatz dazu konnten zum Beispiel die Vereinigten Staaten durch Aktienbeteiligungen direkt von der Erholung der US-Banken profitieren.
Finanzkrise sorgt für neue Unruhe bei Bankinstituten
Für die zweite Phase der Finanzkrise sieht es etwas besser für die deutschen Banken aus: Die hiesigen Institute bunkern aktuell weniger bedrohte Staatsanleihen von EU-Staaten als Griechenland, Frankreich oder Italien. Immerhin könnte sich die Rettungsbilanz der Deutschen also in nächster Zeit verbessern.
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