Online-Kriminalität in Deutschland
In Deutschland sind 76 Prozent aller erwachsenen Internetnutzer schon einmal Opfer von Online-Kriminalität geworden, 50 Prozent davon sogar in den letzten 12 Monaten. Das fand jetzt eine Studie der Anti-Virus-Software-Firma Norton heraus. Der Cybercrime Report 2011 berichtet außerdem, dass statistisch gesehen in Deutschland täglich 42.162 Menschen von Online-Kriminalität betroffen sind. Die dabei verursachten Gesamtkosten belaufen sich in Deutschland auf 23,5 Milliarden Euro – weltweit sind es sogar 388 Milliarden Euro! Am häufigsten waren die Befragten Opfer von Computerviren (48 %), Online-Betrug (8 %) und sexueller Belästigung (8 %) geworden.
Internet-erfahrene Nutzer im Visier der Betrüger
Doch wer jetzt denkt, es wären vor allem unerfahrene Internet-Nutzer, die den Betrügereien aufsitzen, liegt falsch. Gerade die online-affinen Nutzer, die mit dem Internet gut vertraut sind, befinden sich im Visier der Kriminellen: junge Männer, die nach 1980 geboren wurden und das Internet wie ihre Westentasche kennen, führen die Statistik an. Diese Tatsache ist vor allem ihrem sorglosen Umgang mit dem Internet geschuldet. Während Internet-Neulinge von Natur aus misstrauischer und vorsichtiger sind, vertrauen PC-Jünger ihre Daten dem Internet allzu leichtfertig an.
So surfen Sie sicher
Beim Surfen, Shoppen oder Vergleichen im Internet sollen Sie, egal ob Sie Internet-Neuling oder online-affin sind, einige Grundregeln beachten, um sich vor Online-Kriminalität zu schützen:
- Halten Sie Ihr Antiviren-Programm, das Betriebssystem und die Browsersoftware auf dem neuesten Stand.
- Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand! Finden sich in der Mail von der Bank plötzlich Rechtschreib- oder Grammatikfehler oder erscheint die Seite des Onlineshops plötzlich in einem merkwürdigen Design, sollten Sie aufmerksam werden.
- Seien Sie geizig mit Ihren persönlichen Daten! Sensible Daten wie Kreditkartennummern oder Kontonummern sollten Sie so selten wie möglich preisgeben. PIN und TANs für Ihr Onlinekonto geht niemanden etwas an.
PostIdent-Verfahren für maximale Sicherheit
Im Bereich der online Finanzdienstleistungen hat sich das sogenannte PostIdent-Verfahren durchgesetzt. Wenn Sie über vergleich.de zum Beispiel ein Tagesgeldkonto oder Girokonto eröffnen, sendet Ihnen der Produktanbieter wenig später einen PostIdent-Coupon an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse. Mit einem Ausdruck des Coupons und einem gültigen Personalausweis oder Reisepass müssen Sie sich dann in einer Postfiliale Ihrer Wahl ausweisen. Erst wenn Ihre Identität überprüft wurde, können Ihre Unterlagen zur Bearbeitung an die entsprechende Bank weitergeleitet werden. Die Bank sendet Ihnen schließlich einen Aktivierungs-Code zu und Sie können das Konto nutzen. Dieser mehrstufige Legitimations-Prozess macht das PostIdent-Verfahren und damit unsere großen Vergleiche zu Tagesgeld, Ratenkrediten oder Baugeld besonders sicher.
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