Rettungspakete der Welt – ein Vergleich

Finanzkrise: Rettungspakete der Welt

3-Wege-Finanzierung

Die Finanzkrise hält die weltweite Wirtschaft in Atem. Um die Lage auf den Finanzmärkten zu entspannen, haben die Regierungen zahlreicher Länder Rettungspakete geschnürt und auf den Weg gebracht.

USA

Das amerikanische Rettungspaket, der „Emergency Economic Stabilization Act“, ist 700 Milliarden Dollar schwer. Mit Hilfe eines Fonds kann die Regierung stark von der Finanzkrise betroffenen Instituten „faule Kredite“ abkaufen. Die Hoffnung der Amerikaner ist, dass sich diese später gewinnbringend wieder verkaufen lassen. Als Gegenleistung erhält die US-Regierung stimmrechtslose Aktien von den Instituten.

Großbritannien

Das britische Modell gilt als Vorbild für die meisten anderen europäischen Rettungspakete. Es umfasst 500 Milliarden Pfund. Die acht größten Banken des Landes erhielten umgehend eine Finanzspritze von insgesamt 50 Mrd. Pfund gegen Vorzugsaktien. 250 Mrd. Pfund sind für Garantien von Anleihen der Banken vorgesehen. Weitere 200 Mrd. Pfund stehen zur Verfügung, um die Banken mit Liquidität zu versehen.

Frankreich

Frankreich hat ein 360 Milliarden Euro Paket aufgelegt. Für Garantien im Interbankenmarkt sind alleine 320 Mrd. Euro vorgesehen. Bis zu 40 Mrd. Euro können an die Institute als Eigenkapitalhilfen vergeben werden. Frankreichs Staatspräsident betonte, dass die Hilfen „zu Marktbedingungen bezahlt werden.“ Außerdem kündigte er Strafen für gescheiterte Manager an.

Spanien

Die spanische Regierung beschloss eine Bürgschaft von 100 Mrd. Euro für Kredite der Banken untereinander. Die Bürgschaft ist zeitlich begrenzt bis Ende 2009.

Schweden

Schwedens Rettungsprogramm umfasst 1500 Mrd. schwedische Kronen. Die Regierung will damit für Bankschulden garantieren und einen Notfallfonds einrichten.

Niederlande

Auch in den Niederlanden wurde ein Fonds eingerichtet. Er umfasst 20 Mrd. Euro, die zur Stärkung der Eigenkapitalbasis einzelner Banken zur Verfügung stehen. Außerdem bürgt der niederländische Staat mit bis zu 200 Mrd. Euro für Kredite der Banken untereinander.

Österreich

In Österreich wurde ein 100 Mrd. Euro umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet. Von diesem Betrag sind 75 Mrd. Euro für die Wiederbelebung des Interbankenmarktes vorgesehen, 10 Mrd. Euro sind Garantien für den Einlagensicherungsfonds und mit den restlichen 15 Mrd. kann sich der Staat bei bedrohten Instituten einkaufen.

Artikel:  empfehlen



In diesem Artikel finden Sie mehr Informationen zur Finanzkrise

Neuigkeiten zur Bankenkrise - in unseren News.
Kreditkartenschulden - Die neue Bedrohung?
Kaupthing, Lehman & Co - Geld weg, was tun?
Das Rettungspaket der Bundesregierung - was steht drin?
Rettungspakete der Welt - ein Vergleich
Einlagensicherung - Welche Sicherungsmechanismen gibt es?
Wie sicher ist...? - Fragen und Antworten zur Finanzkrise
Hintergründe zur Krise - Wie kam es zur Finanzkrise?
Lebensversicherungen - Eine sichere Sache!
Diskutieren Sie mit - in unserem Forum.

Geldanlage Vergleich


  • Alle Angebote online vergleichen
  • Hier beantragen oder abschließen
  • Mit Aktualitätsgarantie


Tagesgeld

Tagesgeld

Mit einem Tagesgeldkonto legen Sie Ihr Geld nicht nur sicher an, sondern Sie können auch täglich über Ihr Geld verfügen - und das zu äußerst attraktiven Konditionen. ...zum Tagesgeld


Weitere Informationen zum Tagesgeld:
Tagesgeldkonto vs. Sparbuch Was unterscheidet beide Anlageformen
Tagesgeldkonto Was gibt es dabei zu beachten?
Risikolos sparen Schutz der Einlagen beim Bankkonkurs.

Verbrauchermeinungen

Verbrauchermeinungen und Erfahrungen zu über 1.500 Themen rund um Finanzierung, Geldanlage, Versicherungen, Strom & Gas und anderen Themen in unseren Diskussionsforen.

Ihre Meinung ist gefragt

Diskutieren Sie mit! Lassen Sie andere an Ihren Erfahrungen teilhaben und helfen Sie anderen Usern durch informative Antworten. Sprechen Sie auch gern mal ein Lob oder einen Tadel aus. Wir freuen uns über Ihre Meinung!

Newsletter: Geldanlagen

Newsletter Geldanlagen

Sie möchten wissen, wo sich Geldanlegen lohnt oder welches das richtige Girokonto für Sie ist?

Im Newsletter von vergleich.de finden Sie stets alle aktuelle Informationen rund um den Bereich Geldanlagen und zu vielen weiteren interessanten Themen.

Jeden Monat kostenlos: Jetzt zum Newsletter anmelden!