Lebensversicherung - eine sichere Sache!

Lebensversicherungen – eine sichere Sache!

3-Wege-Finanzierung

Im Zuge der Finanzkrise fürchten immer mehr Menschen um die Sicherheit des Geldes in ihren Lebens- und Rentenversicherungen. Ist diese Angst berechtigt?

Risikobegrenzung

Eine Geldanlage in dieser Produktsparte ist nach wie vor eine sehr sichere Anlage, denn Versicherungen sind gesetzlich zur Risikobegrenzung verpflichtet. Maximal 35% des Geldes dürfen deutsche Versicherungen in Aktien und Fonds investieren – das ist in der Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen (Anlagenverordnung) so festgelegt. Der momentane Durchschnitt liegt in Deutschland bei unter 10%. Große Teile des angelegten Geldes stecken in sicheren Anlagen wie Pfandbriefen, Bundesanleihen oder Immobilien.

Weitere Absicherungen

Rutscht eine Versicherung trotzdem in die Pleite, so greift zunächst die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ein. Die Bafin versucht dann, Versicherungsverträge auf andere Institute aufzuteilen. Reichen die Bemühungen der Bafin nicht aus, greift der Sicherungsfonds Protektor. Alle Unternehmen und Niederlassungen, die in Deutschland Lebensversicherungen vertreiben, gehören der Protektor AG an. Pensionskassen, die ein vergleichbares Geschäft aufweisen, ist die Mitgliedschaft freigestellt. Protektor verfügt über Rücklagen von ca. 500 Millionen Euro.

Geht ein Branchenriese pleite, könnte es passieren, dass der Fonds nicht ausreicht. In diesem Fall haben sich die Lebensversicherungen verpflichtet, 0,1% ihrer Rückstellungen nachzuschießen – eine Summe von geschätzten 690 Millionen Euro. Erst wenn auch dies nicht mehr ausreicht, droht dem Versicherten ein Teilverlust von bis zu 5% des Vertragswertes. Ist der Kapitalbedarf dann immer noch nicht gedeckt, müssen die übrigen Lebensversicherer erneut weitere Mittel in Höhe von 0,8% der Rücklagen bereit stellen.

Insgesamt ist Ihre Anlage in Versicherungen also fünffach gesichert. Anders ist das, wenn Sie bei einer ausländischen Versicherung abgeschlossen haben. Dort gelten die Sicherungsmechanismen des jeweiligen Landes.

Unser Tipp:

Laufende Verträge sollten auch in der momentanen Krise nicht gekündigt werden. Vor allem in den ersten Jahren wird ein großer Teil der Beiträge für Verwaltungs- und Provisionskosten verwendet, so dass durch eine Kündigung große Verluste entstehen. Außerdem verfügen die deutschen Versicherungen über ein sehr ausgereiftes Sicherungssystem und haben nur wenig Geld in Aktien oder Fonds investiert. 


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