1. Soll ich mein Geld abheben und zu Hause verstecken? Das Geld zu Hause zu horten, ist sicherlich nicht sinnvoll. Dort verliert es durch die Inflation schnell an wert - momentan 3% seines Gesamtwertes im Jahr. Bei Tagesgeld- und Festgeldkonten gibt es derzeit sehr attraktive Zinsen, die deutlich oberhalb der Inflation liegen. Dort ist das Geld durch den Einlagensicherungsfonds der Banken und die deutsche Staatsgarantie immer noch sicherer als unter der Matratze.
2. Lohnt es sich, jetzt Gold zu kaufen? Gold ist eine sehr stabile Wertanlage. Experten raten, 10% des Anlagevermögens in Gold anzulegen. Eine verlustsichere Anlage ist Gold aber nicht, denn auch hier gibt es Wertschwankungen. Zudem erhält man weder Dividenden oder Zinsen. Insgesamt eignet sich Gold eher als langfristige Anlage.
3. Welche Sicherheiten gibt es bei Girokonten, Tages- und Festgeldern? Alle Einlagen bei Banken sind gesetzlich bis zu einem Betrag von 50.000 Euro geschützt. Bei Geldanlagen über dieser Summe wird das Guthaben jedes Kunden bis zu einer Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank durch den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken gedeckt. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben eigene Einlagensicherungsfonds, in denen je rund 4 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Durch die Staatsgarantie für private Sparer sollen die Einlagen in Girokonten, Tages- und Festgelder sogar über den Einlagensicherungsfonds hinaus gesichert werden.
4. Was ist mit meiner Lebensversicherung? Das deutsche Aufsichtsrecht schreibt den Versicherungen die Risikogrenzen ihrer Geldanlagen vor. Die Auswirkungen der Krise auf die Versicherungen sollten daher relativ überschaubar bleiben. Sollte eine deutsche Versicherung dennoch in Schwierigkeiten geraten, greift der Sicherungsfonds der Versicherungsbranche, Protector, der ähnlich funktioniert wie der Einlagensicherungsfonds der Banken. Der Sicherungsfonds verzinst das Kapital mit dem im Vertrag festgelegten Garantiezins sogar weiter.
5. Wie sicher sind Zertifikate? Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, deren Auszahlung von der Bonität des ausgebenden Instituts abhängt. Geht die Bank pleite, kann auch der Anleger leer ausgehen.
6. Was ist mit Investmentfonds? Fonds sind von einer Bankenpleite nicht betroffen, da sie als Sondervermögen gelten und somit nicht in die Insolvenzmasse fallen. Aufpassen sollte man allerdings bei so genannten Exchange Trades Commodities (ETC), da es sich hierbei um unbefristete Schuldverschreibungen handelt, die von der Bonität des Emittenten abhängen. Exchange Traded Funds (ETF) gehören dagegen ebenfalls zum Sondervermögen und werden deshalb von einer Insolvenz nicht berührt.
7. Wie sieht es bei Aktien und Anleihen aus? Wie viel Geld Inhaber einer Anleihe von einer insolventen Bank zurück erhalten, ist abhängig von der unterschiedlichen Besicherung der Papiere. Im schlechtesten Fall bekommen Anleger keinen Cent. Wer Aktien von einer insolventen Bank hat, geht in der Regel leer aus.
8. Sind auch Betriebsrenten, Riester- und Rürup-Renten gefährdet? Die Sicherungssysteme der Versicherungen oder Banken greifen auch bei Riester- oder Rürup-Renten. Betriebsrenten sind Leistungen des Arbeitgebers. Wird der Arbeitgeber insolvent, springt meist der Pensionssicherungsverein als Auffanggesellschaft ein.
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