Die BVI-Methode ist ein Verfahren zur Berechnung der Wertentwicklung eines Investmentfonds während eines Betrachtungszeitraumes. Es wird angenommen, dass das eingesetzte Kapital hundertprozentig zur Anlage kommt und somit bestimmte Einflussfaktoren wie z.B. Ausgabeaufschlag, Rücknahmespesen, Depotgebühren oder Kontoführungsgebühren nicht berücksichtigt werden.
Die BVI-Methode berechnet die Performance eines Fonds in drei Schritten:
1. Zuerst wird die Zahl der Anteile berechnet, die ein Anleger am Ende des Betrachtungszeitraums besitzen könnte, wenn er zu Beginn der Periode einen einzigen Anteil hält und für Ausschüttungen beziehungsweise vom Fonds abgeführte Kapitalertragsteuer weitere Anteile kauft. Um die Anzahl der Anteile zu berechnen, die der Fondsanleger kaufen kann, werden die Ausschüttungen / Steuerzahlungen dividiert durch den Anteilwert am jeweilig Geschäftstag.
2. Die Summe aus dem ursprünglichen Anteil und den neuen Anteilen wird mit dem aktuellen Anteilwert am Ende des Betrachtungszeitraums multipliziert.
3. Im dritten Schritt wird die prozentuale Änderung des Anteilwerts berechnet: (Neuer Anteilwert - Alter Anteilwert) / Alter Anteilwert x 100
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