Bundesbank warnt vor Immobilienblase
Obwohl sich die Lage am deutschen Immobilienmarkt im vergangenen Jahr weiter verschärft hat, ist längerfristig mit einer geringeren Wohnraumnachfrage zu rechnen. Die Süddeutsche Zeitung zitierte am Dienstag einen Bericht der Bundesbank mit den Worten: „Es darf […] nicht außer Acht gelassen werden, dass die Wohnraumnachfrage in längerfristiger Perspektive wesentlich von den relativ ungünstigen demographischen Eckwerten bestimmt wird“. Da Deutschlands Bevölkerung weiter schrumpft, wird der Bedarf an Wohnraum längerfristig nachlassen.
Unrealistische Gewinnvorstellung der Käufer
Der nachlassende Bedarf wird sich auf den Wiederverkaufswert von Immobilien auswirken. Die Süddeutsche bezeichnet den Immobilienmarkt in den Großstädten als „überhitzt“, vor allem in Metropolen wie Hamburg oder München drohten Immobilienblasen. Hier würden immer mehr minderwertige Objekte zu extrem hohen Preisen verkauft werden. Aufgrund der demographischen Entwicklung ließe sich die Gewinnvorstellung der Käufer in Zukunft nur unwahrscheinlich realisieren.
Immobilienmarkt boomt weiter
Das aktuell historisch günstige Baugeld lockt viele Anleger auf den Immobilienmarkt. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise für Wohnungen und Häuser in Deutschland deutlich. Im Durchschnitt verteuerten sich Immobilien um 5,5 Prozent – ein doppelt so starker Anstieg als noch im Jahr 2010, als rund 2,5 Prozent Teuerung verzeichnet wurden. Besonders stark sind die Preise in Ballungsräumen gestiegen. Laut der Süddeutschen verteuerten sich Reihenhäuser und Wohnungen in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern im vergangenen Jahr sogar um 7 Prozent.
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