Mehrheit verzichtet auf Förderprogramme der KfW
Eine Studie von ImmobilienScout24 hat ein überraschendes Ergebnis zu Tage gebracht: Knapp 60 Prozent der Bauherren verzichtet auf die Förderprogramme der KfW. 66 Prozent nutzen ein Annuitätendarlehen und 28 Prozent haben einen Bausparvertrag abgeschlossen, um sich zusätzliche Mittel für den Kauf einer Immobilie zu beschaffen. Eine Minderheit von rund 6 Prozent behilft sich mit einem Versicherungsdarlehen.
Experten: Bauherren verschenken bares Geld
Marktkenner wie Ralf Weitz von ImmobilienScout24 können sich die vergleichsweise geringe Zahl von Hausbauern, die ein KfW-Darlehen abschließen, nicht erklären. Knapp zwei Drittel derer, die ein Haus bauen oder renovieren wollen, würden so Geld verschenken, denn die Förderkredite der KfW bieten oftmals bessere Konditionen als Banken. Ihrer Meinung nach sollte jeder Käufer überprüfen, ob sein Bauvorhaben für Fördermaßnahmen der staatlichen Bankengruppe infrage kommt.
KfW denkt über neue Effizienzhaus-Kategorie nach
Neben den bestehenden Programmen plant die KfW momentan die neue Effizienzhaus-Kategorie „Denkmal“, bei denen die Einstufung vollständig auf den Primärenergiebedarf abgestimmt sein soll. Die betreffenden Gebäude müssen nicht zwangsläufig denkmalgeschützt, aber von „baukultureller Bedeutung“ sein. Diese Kategorie wird daher nach Ansicht von Experten keine Nische innerhalb der Förderprogramme darstellen.
Immobilienkäufer investieren häufig wenig Eigenkapital
Grundsätzlich besteht durchaus Bedarf für günstiges Baugeld, wie Studienergebnisse zeigen: Der durchschnittliche Bedarf an Finanzmitteln eines Häuslebauers liegt bei 100.000 bis 200.000 Euro. Mehr als die Hälfte der Befragten kann aber nur 25.000 Euro oder weniger an Eigenkapital einbringen. Baufinanzierungs-Profis raten allerdings dazu, bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln zum Kauf des Hauses aufzubringen.
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