Zahl der Zwangsversteigerungen um 11% gesunken
Laut Jahresbericht der Argetra, dem führenden Verlag für Zwangsversteigerungen in Deutschland, sank die Zahl der Zwangsversteigerungen im Vorjahr um 11 Prozent auf 73.000. Die rückläufige Entwicklung zeichnete sich in allen Bundesländern ab. Darüber hinaus lag der Gesamtwert der zu versteigernden Immobilien so tief wie seit über 10 Jahren nicht mehr. Er ging um rund 15 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zurück. Dieser Wert markiert eine deutlich Trendwende: Seit 1998 hatte die Zahl der Zwangsversteigerungen ständig zugenommen und sich zuletzt verdoppelt.
Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern etwas häufiger betroffen
Bei über 30 Prozent der Versteigerungen handelte es sich um Ein- und Zweifamilienhäuser, ein knappes Drittel betraf Eigentumswohnungen. Die restlichen Termine teilten sich auf Wohn- und Geschäftshäuser sowie Grundstücke auf.
Hohe Nachfrage nach Immobilien bremst Zahl der Versteigerungen
Als Grund für diese positive Entwicklung führt der Geschäftsführer von Argetra, Axel Mohr, die momentan hohe Nachfrage nach Immobilien an. In Geldnot geratene Hausbesitzer können deshalb ihre Immobilien loswerden, ohne dass es erst zu einer Zwangsversteigerung kommen muss. Gerade in Großstädten findet sich schnell ein Käufer fürs Eigenheim. Für die Interessenten hat sich die Ausgangssituation dagegen im Zuge eines boomenden Immobilienmarkts verschlechtert. Echte Schnäppchen finden nach Meinung von Finanzexperten meist nur noch Profis.
Für 2012 wieder weniger Zwangsversteigerungen erwartet
2012 wird sich der Rückgang der Zwangsversteigerungen wohl weiter fortsetzen. Argetra rechnet für das neue Jahr mit noch weniger Versteigerungsterminen als in 2011.
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