Heizkosten drastisch gestiegen
Die Energiepreise sind im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. Laut Berechnungen des Deutschen Mieterbundes (DMB) müssen einkommensschwache Haushalte häufig über 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete und Heizkosten aufwenden. Im Herbst 2011 war Heizöl im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent teurer, die Gaspreise steigen um 8 Prozent an, Fernwärme um 7 Prozent.
Kein Ende der bei steigenden Heizkosten
Für 2012 ist mit einer weiteren Steigerung der Energiekosten zu rechnen. Der DMB geht von einer erneuten Anhebung um 10 Prozent aus. Als es 2008 zu einer vergleichbaren drastischen Anhebung der Energiepreise kam, führte die damalige Regierung eine Heizkostenpauschale für Wohngeldempfänger ein. Mit rund 30 Euro mehr im Portemonnaie konnten einkommensschwache Mieter die gestiegenen Heizkosten bewältigen.
Heizkostenpauschale für Wohngeldempfänger
Zum 1. Januar 2011 kürzte die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP die Pauschale ersatzlos. Begründet wurde der Schritt mit den zwischenzeitlich gesunkenen Energiepreisen. Der erneute drastische Anstieg der Heizkosten macht nun aber eine Wiedereinführung der Heizkostenpauschale dringend erforderlich, fordert der Direktor des DMB, Lukas Siebenkotten.
Wohngeldempfänger müssen entlastet werden
Siebenkotten bezeichnet die Streichung der Pauschale für Energiekosten als „kurzsichtig und falsch“. Heute müssten höhere Heizkosten bezahlt werden, als zum Zeitpunkt der Einführung der Pauschale und ein Entspannung auf dem Energiemarkt sei nicht in Sicht. Die rund 850.000 Wohngeldempfänger, darunter überwiegend Renterhaushalte, sollten durch die Wiedereinführung der Pauschale entlastet werden.
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