Krankheiten treiben mehr Menschen in Schuldenfalle
Knapp dahinter landete der fehlgeschlagene Versuch, sich selbstständig zu machen (12,1 Prozent). Grundsätzlich wird von „Überschuldung“ gesprochen, wenn der Betroffene seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, ohne die eigene Grundversorgung zu gefährden. Auch schwere Krankheiten der Schuldner tragen immer mehr zu diesem Zustand bei. Sie lösen inzwischen 10,5 Prozent aller Überschuldungen in Deutschland aus, ein deutlicher Zuwachs seit 2005.
Zahl der Insolvenzen bald rückläufig?
Die Statistik des IFF zeigt außerdem, dass sich die Finanzkrise in verzögerter Form auf die Verbraucherinsolvenzen niedergeschlagen hat. Ihre Zahl kletterte erst im Vorjahr auf 106.300. Im zweiten Halbjahr 2011 könnten die Insolvenzen nach Meinung der Statistiker wieder zurückgehen.
Alleinstehende Männer und Alleinerziehende häufiger überschuldet
Die Zahl der Single-Männer in der Schuldenfalle hat sich 2010 auf 37,5 Prozent vergrößert. Frauen, die allein leben, konnten dagegen ihren Anteil an der allgemeinen Überschuldung auf 16,6 Prozent reduzieren. Eine weitere Risikogruppe setzt sich aus den Alleinerziehenden zusammen. Insgesamt ist jeder Fünfte aller männlichen oder weiblichen Alleinerziehenden überschuldet. Der Anteil von Paaren in der Schuldenfalle konnte sich im Vorjahr etwas verringern.
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