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Wussten Sie schon?

Fehlprägungen bei Euromünzen

 

Sie haben eine fehlerhafte Euro-Münze in Ihrem Portmonee? Dann schauen Sie sich diese doch mal ganz genau an – unter Umständen kann so eine Fehlprägung viel Geld wert sein. Wir verraten Ihnen, worauf es ankommt und welche aktuellen Fehlprägungen es bereits gibt. 



Viel Geld für eine 50 Cent-Münze
Wenn Sie denken, dass 50 Cent auch nur 50 Cent wert sind, könnten Sie sich irren. Erst im März dieses Jahres wurde ein 50 Cent-Stück entdeckt, dessen Rückseite statt des Brandenburger Tores der Bundesadler von der Ein-Euro-Münze zierte. Jetzt will der Entdecker, ein Berliner Münzhändler, seinen Schatz versteigern. Der Startpreis hierfür liegt bei 500 Euro, doch erwartet wird ein Erlös von über 1.000 Euro.

"Das ist eine besondere Verwechslung", sagt Guy Franquinet, vereidigter Sachverständiger für deutsche Münzen, gegenüber der Hamburger Morgenpost. "Denn hier wurden zwei Stempel von verschiedenen Münzreihen verwechselt. Das nennt man Stempel-Koppelung." Im Übrigen ist diese 50 Cent-Münze kein Einzelstück. Noch immer sollen mehrere hundert dieser Münzen mit der Jahreszahl 2002 und dem Münzzeichen G im Umlauf sein. Gut möglich also, dass sich auch in Ihrem Portmonee so ein Schatz versteckt.


Kleine Fehler mit großen Auswirkungen
Fehlprägungen existieren in vielen Varianten. So gibt es neben dem oben erwähnten Fehler der Stempel-Kopplung zum Beispiel auch Münzen mit glattem statt geriffelten Rand. Selten sind auch Münzen, die auf einer nicht für diesen Münztyp vorgesehenen Ronde geprägt wurden. Ebenfalls fehlerhaft sind Münzen mit einseitiger, unvollständiger oder gar ohne jede Prägung.

Ist das Prägemotiv gleich zweimal auf der Münze oder handelt es sich um eine so genannte Spiegelei-Münze, kann diese durchaus mehrere hundert Euro wert sein. Als "Spiegelei" wird eine Münze dann bezeichnet, wenn zum Beispiel der Innenteil ( auch "Pille" genannt) verschoben eingesetzt wird oder die einzelnen Komponenten beim Zusammensetzen der Münze verlaufen.

Auch Münzen ohne Wertangabe, also mit zwei Rückseiten, sind im Umlauf und können seinem Besitzer viel Geld einbringen. Ebenso haben auch unterschiedliche Wertangaben auf Vorder- und Rückseite Seltenheitswert. Als Fehlprägung bezeichnet man auch Stempeldrehungen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Motivseite der Münze verdreht zur Wertseite ausgerichtet ist.


Schatzsuche im eigenen Portmonee kann sich lohnen
Wer so ein seltenes Stück in seiner Brieftasche findet, kann sich freuen. Oft ist eine Fehlprägung viel mehr wert als der eigentliche Wert der Münze. Allerdings sollte man sich auch nicht zuviel versprechen, denn nicht jede verfärbte Münze ist auch eine Fehlprägung. Fragen Sie am besten einen Experten für Münzen, was das fehlerhafte Stück wert sein könnte. Bringt die Münze noch nicht den erhofften Gewinn, heben Sie sie am besten auf, bis sich ein entsprechender Sammlermarkt dafür gebildet hat.


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