Hypothekenzinsen 2026: Aktueller Stand, Entwicklung und Vergleich

Je niedriger die Hypotheken­zinsen, desto güns­tiger wird Ihre Haus­finan­zie­rung. Wir erklären die Hinter­grün­de, zeigen Ihnen, wie hoch Immo­bilien­zinsen aktuell stehen, wie sie sich in den vergan­genen Jah­ren ent­wickelt haben und wohin der Trend bei den Hypo­theken­zinsen in Zukunft geht.

Aktuelle Hypothekenzinsen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze
  • Günstige Hypothekenzinsen liegen Anfang Februar bei rund 3,3–3,7 % effektiver Jahres­zins für eine 10-jährige Zins­bindung und bei 3,8–4,2 % für eine 20-jährige Zins­bindung. (Quelle: Vergleich.de, Baufinanzierung Vergleich, Zinsen gelten für eine Tilgung von 2 % und einer Darlehens­höhe von 320.000 €)
  • Für 2026 erwarten Experten einen moderaten Anstieg der Hypotheken­zinsen.
  • Die konkrete Höhe der Hypothekenzinsen wird sowohl durch externe Faktoren wie z. B. den Kapitalmarkt als auch durch die individu­ellen Konditionen einer Baufinan­zierung (z. B. Eigenkapital und Zinsbindung) beeinflusst.
  • Wer 2026 eine Finanzierung konkret plant, kann bereits jetzt Angebote vergleichen und sich Konditionen sichern – statt ausschließlich auf deutlich fallende Zinsen zu spekulieren. (Stand: Januar 2026)

Wie hoch sind die Hypothekenzinsen aktuell?

Zuständige Redakteurin für den Bereich Immobilien
Stand: 02.02.2026

Aktuell bewegen sich günstige Hypotheken­zinsen bei einer 10-jährigen Zinsbindung und einer Tilgung von 2 % im Bereich von 3,3–3,7 %. Bei einer 20-jährigen Zinsbindung liegen die Hypothekenzinsen ungefähr bei 3,8–4,2 %.

Genauere Angaben sind schwierig, da Hypotheken­zinsen bei einer Baufinanzierung in jedem Fall indi­viduell berechnet werden und von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Dazu gehören z. B. die Darlehens­höhe, die Höhe der Tilgung und der Immobilienwert.

Folgende Tabelle zeigt eine Bei­spiel­rechnung für einen Bau­kredit über 320.000 € bei einem Immo­bilien­wert von 450.000 €. Der Tilgungs­satz beträgt 2 %. Je nach Dauer der Zins­bindung verändern sich die Hypo­theken­zinsen und damit die Zins­kosten.

Topzins-Tabelle: Unsere aktuell besten Hypothekenzinsen bei unterschiedlicher Zinsbindung

Tagesaktuelle Zinskondition:

(Darlehensbetrag: 320.000 €, Immobilienwert: 450.000 €, PLZ: 34295, Finanzierungszweck:
KAUF
, Tilgungssatz: 2,00 %)
Zinsbindung effektiver Jahreszins monatl. Rate Anfrage
5 Jahre 3,68 %
1.514,67 €
8 Jahre 3,68 %
1.514,67 €
10 Jahre 3,68 %
1.514,67 €
12 Jahre 3,88 %
1.568,00 €
15 Jahre 4,25 %
1.666,67 €
Quelle: Vergleich.de - Stand 03.02.2026

Hypothekenzinsen-Chart: Entwicklung der Hypo­thekenzinsen

Im Hypothekenzinsen-Chart sehen Sie die Entwicklung der Zinsen in verschie­denen Kurven unterteilt nach Zinsbindung. Kurzfazit (Stand: Februar 2026): In den letzten Monaten bewegten sich die Hypotheken­zinsen überwiegend seitwärts, mit leichter Tendenz nach oben.

Sie können im Hypothekenzinsen-Chart bis zu drei Zins­bin­dun­gen für einen Zeit­raum Ihrer Wahl mitei­nan­der ver­glei­chen. So sehen Sie auf einen Blick, wie sich die Bau­zinsen in den vergan­genen Tagen, Mona­ten und Jahren ent­wickelt haben.

Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der Hypothekenzinsen?

Die Höhe der Hypotheken­zinsen wird sowohl von externen Faktoren als auch von Faktoren, die direkt die Bau­finan­zierung betreffen, bestimmt.

Kapitalmarkt & Geldpolitik (Pfandbriefe, Bundesanleihen, EZB)

Banken refinanzieren Bau­kredite über Pfand­briefe und Staats­anleihen. Steigen dort die Zinsen, verteuert sich auch die Bau­finan­zierung. Ebenso wirkt die Geld­politik der Zentral­banken: Höhere Leit­zinsen führen indirekt zu steigenden Immo­bilien­zinsen. Auch die Kon­junktur beeinflusst das Zinsniveau – eine schwache Wirt­schaft begünstigt sinkende Zinsen, während eine starke Nach­frage eher steigende Zinsen nach sich zieht. Zusätz­lich erhöhen geo­politische Krisen das Risiko und damit die Zinsauf­schläge der Banken.

Eigenkapital & Beleihungsauslauf

Eine hohe Kredit­summe oder sehr kleine Dar­lehen können zu höheren Zinsen führen, da das Risiko oder der Verwal­tungs­aufwand steigt. Besonders wichtig ist das Eigenkapital: Je höher es ist, desto niedriger fällt der sogenannte Beleihungs­auslauf aus. Dieser Wert beschreibt das Verhält­nis des Kredites zum Immo­bilien­wert. Je niedriger der Beleihungs­auslauf ist, desto bessere Kondi­tionen vergibt die Bank.

Folgende Tabelle beschreibt den Zusammen­hang vom Eigen­kapital am Beleihungs­auslauf und der Höhe der Zinsen.

Einfluss des Eigenkapitals auf den Beleihungsauslauf und die Hypothekenzinsen

Eigenkapitalanteil

Beleihungsauslauf

Bedeutung für die Bank

Bauzinsen

40 % und mehr

bis 60 %

sehr sichere Finanzierung

sehr niedrig

20–30 %

60–80 %

normale Finanzierung

niedrig bis normal

10–20 %

80–90 %

erhöhtes Risiko

etwas höher

weniger als 10 %

mehr als 90 %

sehr hohes Risiko

sehr hoch

Auch der von der Bank ermittelte Beleihungs­wert der Immobilie beeinflusst die Konditionen. Das ist der von Ban­ken ermittelte Be­trag, den sie im Falle einer not­wen­digen Ver­stei­gerung oder eines Ver­kaufs einer Immo­bilie wahr­schein­lich erzielen können.

Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung & Bonität

Weitere Stellschrauben sind die Zins­bindung, die Höhe der Tilgung und mögliche Sonder­optionen wie Sonder­tilgungen, die meist mit einem Zins­aufschlag verbunden sind.

Schließlich spielen auch persön­liche Faktoren eine große Rolle. Eine gute Bonität – etwa durch ein sicheres Ein­kommen, geringe Schulden und eine posi­tive SCHUFA – senkt das Ausfall­risiko und wird mit besseren Zinsen belohnt. Auch die Eigen­nutzung der Immobilie sowie eine gute Lage wirken sich in der Regel positiv auf die Hypo­theken­zinsen aus.

Wie berechne ich meinen Hypothekenzins?

Am einfachsten berechnen Sie Ihre Hypo­theken­zinsen mit unserem Baufinanzierung Vergleich. Der Ver­gleich über­nimmt für Sie die oft sehr komplexe Zinsberech­nung eines Hypo­theken­dar­lehens.

Baufinanzierung Vergleich

Für einen ersten Über­blick über die aktu­ellen Hypo­theken­zinsen geben Sie nur wenige Rahmen­daten wie z. B. die Darlehens­höhe und die gewünschte Tilgungs­rate ein. Sie erhalten inner­halb weniger Sekunden eine Liste mit den aktuell günstigsten Ange­boten passend zu Ihren Angaben. Diese Liste enthält folgende Infor­mationen:

  • Name des Kredit­anbie­ters 
  • Effektiv- und Soll­zins 
  • die monat­liche Rate, die Sie zahlen müs­sen 
  • weitere Details wie anfal­len­de Zins­kos­ten, Til­gungs­plan und Hin­weise zu Mög­lich­kei­ten einer KfW-Förderung

Darüber hinaus ermöglicht es unser Baufinan­zierung Vergleich, mehrere Anbieter gleich­zeitig anzufragen. Sie geben Ihre Daten nur einmal ein und ent­scheiden selbst, welche Baufinan­zierer die Anfrage erhalten. Dadurch behalten Sie die volle Kon­trolle über Ihre Daten und wissen genau, wer Sie kontak­tiert.

Der große Vorteil: Mehrere Beratungen lassen sich direkt vergleichen. Die Anbieter stehen im Wett­bewerb, wodurch sie sich besonders bemühen müssen. Im Gegen­satz zu vielen anderen Platt­formen, bei denen Anfragen auto­matisch verteilt werden und die Daten­weiter­gabe oft intrans­parent ist, setzt Vergleich.de auf eine klare, trans­parente Mehrfachauswahl.

Aktuelle Hypothekenzinsen im Vergleich

Folgende Tabelle zeigt Ihnen Anbieter mit aktuell günstigen Hypo­theken­zinsen. Die Angaben stammen aus unserem Bau­finan­zierung Ver­gleich und gelten für einen Haus­kredit über 320.000 € bei 10 Jahren Zins­bindung und einer 2-prozen­tigen Tilgung.

Darlehensbetrag: 320.000 €,  Immobilienwert: 450.000 €, Zinsbindung: 10 Jahre,  Tilgung: 2 %, PLZ: 34295
eff. Jahreszins monatl. Rate  
3,68 % 1.514,67 € repr. Beispiel
Die der Berechnung zugrunde liegenden Konditionen spiegeln den tagesaktuellen Top-Zins mit 10 Jahren Sollzinsbindung wider und wurden anhand folgender Annahmen ermittelt:
Während der Sollzinsbindung:

Effektiver Jahreszins p.a.:3,68 %

Fester Sollzins p.a.:3,60 %

Anfängliche Tilgung p.a.:2,00 %

Beleihungsauslauf:71,00 %

Immobilienwert:450.000,00 €

Nettodarlehnsbetrag:320.000,00 €

Zinskosten:104.537,55 €

Monatliche Rate:1.514,67 €

Restschuld:242.777,15 €

Bei gleichbleibenden Zinsen:

Gesamtlaufzeit:28 Jahre und 5 Monate

Anzahl der Raten:341

Gesamtbetrag:516.338,13 €

Die Immobilie wird gekauft, eigengenutzt und dient mit einer erstrangigen Grundschuld als Sicherheit für die Finanzierung. Die Darlehnsnehmer sind unbefristet Angestellte mit einwandfreien Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Zusätzlich fallen noch Kosten im Zusammenhang mit der Bestellung der Sicherheiten (z.B. Notarkosten für die Grundschuldbestellung, Kosten für das Grundbuchamt) sowie für eine Gebäudeversicherung an.
4,23 % 1.661,33 € repr. Beispiel
Die der Berechnung zugrunde liegenden Konditionen spiegeln den tagesaktuellen Top-Zins mit 10 Jahren Sollzinsbindung wider und wurden anhand folgender Annahmen ermittelt:
Während der Sollzinsbindung:

Effektiver Jahreszins p.a.:4,23 %

Fester Sollzins p.a.:4,12 %

Anfängliche Tilgung p.a.:2,00 %

Beleihungsauslauf:71,00 %

Immobilienwert:450.000,00 €

Nettodarlehnsbetrag:320.000,00 €

Zinskosten:119.867,07 €

Monatliche Rate:1.661,33 €

Restschuld:240.507,47 €

Bei gleichbleibenden Zinsen:

Gesamtlaufzeit:26 Jahre und 11 Monate

Anzahl der Raten:323

Gesamtbetrag:536.449,64 €

Die Immobilie wird gekauft, eigengenutzt und dient mit einer erstrangigen Grundschuld als Sicherheit für die Finanzierung. Die Darlehnsnehmer sind unbefristet Angestellte mit einwandfreien Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Zusätzlich fallen noch Kosten im Zusammenhang mit der Bestellung der Sicherheiten (z.B. Notarkosten für die Grundschuldbestellung, Kosten für das Grundbuchamt) sowie für eine Gebäudeversicherung an.

Wie wirken sich unterschiedliche Hypothekenzinsen auf meine Rate aus?

Unterschiedlich hohe Hypotheken­zinsen wirken sich direkt und spürbar auf Ihre monat­liche Rate aus – schon kleine Zins­ände­rungen können über Jahre viel Geld kosten.

Folgende Beispielrechnung soll das verdeut­lichen. Hier gehen wir von einer Baufinan­zierung in Höhe von 300.000 € aus, die mit einer 10-jährigen Zins­bindung und einer Tilgungs­rate von 2 % abge­schlossen wird.

Steigende Belastung durch höhere Hypothekenzinsen im Vergleich

Hypothekenzins

Monatsrate

Mehrbelastung pro Jahr

3,0 %

ca. 1.250 €

---

3,25 %

ca. 1.313 €

+ 750 €

3,5 %

ca. 1.375 €

+ 1.500 €

3,75 %

ca. 1.438 €

+ 2.250 €

4,0 %

ca. 1.500 €

+ 3.000 €

4,25 %

ca. 1.563 €

+ 3.750 €

4,5 %

ca. 1.625 €

+ 4.500 €

Quelle: Vergleich.de Tilgungsrechner, Stand: 13.01.2026

Das Beispiel zeigt: Schon ein Zinsanstieg von 0,25 Prozentpunkten erhöht die Monatsrate um rund 60–65 €. Über 10 Jahre summiert sich das schnell auf mehrere tausend Euro, bei längeren Zinsbindungen entsprechend noch stärker.

Deshalb sind selbst kleine Unterschiede bei den Hypothekenzinsen entscheidend und ein genauer Vergleich der aktuellen Zinsangebote wichtig.

Welche Arten von Hypothekenzinsen gibt es?

Bei den Hypothekenzinsen gibt es grundsätzlich zwei ver­schie­dene Arten, die sich darin unterscheiden, wie lange der Zinssatz gilt und wie flexibel er ist. Das sind der Festzins und der variable Zinssatz.

Fester Hypothekenzins

Feste oder fixe Hypothekenzinsen sichern Ihnen über eine feste Lauf­zeit hinweg einen sicheren Zinssatz. Der Vorteil für Sie liegt in der Planungs­sicherheit. Aller­dings lassen sich die Banken diese Sicher­heit mit Mehr­kosten bezahlen. Ein weiterer Nach­teil besteht darin, dass Sie bei Ihrem Zins bleiben müssen, selbst wenn das Zins­niveau während der Kredit­bindung sinkt. Der Grund dafür: Beim Fix­zins kommt es zu keiner Zins­anpassung.

Variabler Hypothekenzins

Beim variablen Zinssatz schwankt Ihr Zinssatz immer mit dem Markt­geschehen. Eine Zins­bindung gibt es meist nur für 3 Monate. Die Tilgungs­planung ist in dem Fall immer von der allge­meinen Zins­entwicklung abhängig. Das bedeutet weniger Sicher­heit, aber auch die Chance auf sinkende Hypotheken­:zinsen.

Im Vergleich: fester versus variabler Hypothekenzins

Zusammengefasst lässt sich festhalten: Die gängigste und sicherste Form sind feste Hypotheken­zinsen mit einer lang­fristigen Zins­bindung. Variable Hypotheken­zinsen bieten dagegen mehr Flexi­bilität, aber auch mehr Risiko.

Neben den klassischen festen und variablen Hypothekenzinsen gibt es weitere Zinsmodelle für spezielle Finanzierungssituationen.

  • Beim Forward-Darlehen wird der Zinssatz bereits lange im Vorfeld festgelegt, obwohl der Kredit erst in der Zukunft beginnt. Diese Variante wird häufig für Anschlussfinanzierungen genutzt, um sich frühzeitig gegen steigende Zinsen abzusichern, ist aber meist mit einem Zinsaufschlag verbunden.
  • Ein Cap-Darlehen kombiniert einen variablen Zinssatz mit einer festgelegten Zinsobergrenze und bietet so Schutz vor stark steigenden Zinsen bei gleichzeitiger Flexibilität. Diese Form ist in Deutschland eher selten.
  • Eine weitere Finanzierungsart sind kombinierte Zinsmodelle. Diese teilen die Finanzierung in mehrere Bausteine mit unterschiedlichen Zinssätzen oder Laufzeiten auf, um Sicherheit und Flexibilität zu verbinden und das Zinsrisiko zu streuen.

Was kann ich tun, um mir möglichst günstige Hypothekenzinsen zu sichern?

Sie selbst können beeinflussen, wie hoch die Hypo­theken­zinsen für Ihre Bau­finan­zierung aus­fallen. Wir stellen Ihnen im Folgenden sechs wirkungs­volle Maßnahmen vor, die für bessere Zin­sen sor­gen.

  • Vor jeder Kredit­ver­gabe prüft die kredit­geben­de Bank Ihre Kredi­twürdig­keit. So will sie das Risiko eines Zahlungs­aus­falles vermei­den. Zu diesem Sicher­heits­check ge­hört die Über­prü­fung Ihres Ein­kom­mens und die Ab­fra­ge bei einer Aus­kunf­tei wie der SCHU­FA. Dort kann es zu Feh­lern kom­men und in deren Folge zu fal­schen Ein­trägen, die wieder­um Ihren SCHUFA-Score nega­tiv beein­flus­sen und zu höheren Hypo­theken­zin­sen füh­ren. Des­halb ist es wich­tig, dass Sie Ihre Daten bei der SCHUFA ein­se­hen und, wenn not­wen­dig, fehler­hafte Infor­ma­tio­nen korri­gie­ren las­sen. Sie haben das Recht, ein­mal im Jahr kosten­los Ihre Daten bei der SCHUFA mit der Selbstauskunft abzu­fra­gen.

  • Einen hohen Eigen­kapital­anteil sieht jede Bank gerne. Denn damit wird das Risiko des Kredit­gebers redu­ziert. Der Lohn dafür sind nied­rige­re Zin­sen. Das Mini­mum an Eigen­kapi­tal soll­ten 15–20 % des Kauf­preises sein – damit decken Sie die Bau­neben­kos­ten bzw. die Kauf­neben­kosten ab. Dazu gehören z. B.

    Bringen Sie weitere 10 oder 20 % des Kauf­prei­ses als Eigen­kapi­tal in die Bau­finan­zierung mit, erhalten Sie noch bes­sere Hypo­theken­zin­sen. Außer­dem wird so die Dar­lehens­summe und mög­licher­weise die Gesamt­lauf­zeit redu­ziert. 

  • Sie haben die Mög­lich­keit, in Ihren Darlehens­vertrag einige Sonder­optio­nen aufzu­nehmen. Dazu gehören z. ­B. kosten­lose Sonder­til­gun­gen. Damit können Sie außer­halb der regu­lären Rück­zahlung größere Summen til­gen oder sogar den gesamten Kredit­betrag auf einem Schlag beglei­chen. Das ist denk­bar, soll­ten Sie eine größere Erb­schaft erhal­ten.

    Aller­dings zahlen Sie für diese Sonder­rechte etwas höhere Zinsen über die gesam­te Lauf­zeit, sie sind also mit Kos­ten verbun­den. Erkun­digen Sie sich im Be­ratungs­ge­spräch da­nach. Ein Ver­zicht auf Sonder­optio­nen führt in der Regel zu nied­rige­ren Immobilienzinsen. 

  • Zwei Aspekte beein­flus­sen die Kos­ten Ihrer Bau­finan­zierung: die Zinsbindung und die Tilgungsrate.

    • Mit einer langen Zins­bin­dung von 15 oder 20 Jahren sichern Sie sich die aktuellen Hypo­theken­zin­sen für einen langen Zeit­raum. 
    • Mit einer ho­hen Til­gungs­rate von 3 % oder mehr sor­gen Sie zugleich dafür, dass das Dar­lehen schnel­ler zurück­ge­zahlt wird.

    Bei­de Maß­nah­men brin­gen Ihnen Vor­tei­le. Aller­dings berech­nen eini­ge Ban­ken bei einer lan­gen Zins­bin­dung und einer Til­gungs­rate ab 4 % einen Zin­sauf­schlag, der wieder­um die Zins­kos­ten er­höht. Es kommt also bei jeder Bau­finan­zierung auf den Einzel­fall an. Las­sen Sie sich im Finanzierungs­ge­spräch mit einem Vermit­tler oder einer Bank die konkre­ten Kondi­tio­nen für die verschie­de­nen Mög­lich­kei­ten vor­rech­nen. 

  • Bei einer Baufinanzierung kommt es auf sehr viele Details an. Lassen Sie sich deshalb Ange­bote von ver­schie­denen Banken, Spar­kassen und Finanzierungs­ver­mittlern machen und beschäftigen Sie sich aus­führ­lich mit den jeweiligen Kondi­tionen.

    Oftmals ist auch einiges an Verhandlungs­spiel­raum drin, wenn Sie eine Bau­finan­zierung ab­schließen, zum Beispiel bei Sonder­optionen. Bei einigen Krediten sind diese kosten­los; andere Banken verlangen dafür einen Auf­schlag. Sprechen Sie mit dem Berater darüber und holen Sie das Beste für sich heraus.

  • Auf der Suche nach den besten Hypo­theken­zinsen sollten Sie einen Fehler nicht begehen: zu lang auf den richtigen Zeit­punkt warten. Zwar stimmt es, dass schon wenige Promille­punkte im Hin­blick auf die Gesamt­lauf­zeit Ihres Kredites tausende Euro sparen. Jedoch lohnt es sich nicht, zum Beispiel auf die nächste Leit­zins­senkung zu warten. Experten sind sich einig, dass bei einer Immo­bilien­finan­zierung andere Fak­toren ausschlag­gebend sind, z. B. ein bezahl­barer Preis, über­schaubare Reno­vierungs­kosten oder eine hohe Energie­effi­zienz der Immo­bilie.

Wie beeinflusst ein Bauspar­vertrag die Hypo­thekenzinsen?

Ein Bausparvertrag senkt die Hypothekenzinsen nicht direkt, kann sie aber indirekt verbessern, denn der mit einem Bausparvertrag über Jahre zusätzlich angesparte Betrag erhöht das vorhandene Eigenkapital. Und wer mehr Eigenkapital zur Baufinanzierung mitbringt, senkt den Finanzierungsbedarf bei der Bank. Dadurch reduziert sich der Beleihungsauslauf und das Risiko für die Bank – das führt oft zu besseren Zinskonditionen.

Folgendes Beispiel kann das verdeutlichen. Sie wollen eine Immobilie kaufen und benötigen 300.000 € von der Bank. Zusätzlich haben Sie Eigenkapital in Höhe von 40.000 € zur Verfügung. Bei Variante A ist kein Bausparvertrag vorhanden. Die Hypothekenzinsen betragen bei einer 10-jährigen Zinsbindung 4,0 %.

Bei Variante B gehen wir von einem Bausparvertrag aus, der ein Sparguthaben von 40.000 € enthält. Ihr Eigenkapital erhöht sich damit auf 80.000 €. Die Bank belohnt Ihr höheres Eigenkapital und senkt den Zins auf 3,7 %, was zu deutlichen Einsparungen führt. Für die Dauer der Zinsbindung von 10 Jahren sind das fast 32.000 €.

Auswirkung eines Bausparvertrages auf die Hypothekenzinsen

Konditionen

Variante A: ohne Bausparvertrag

Variante B: mit Bausparvertrag

Höhe des Darlehens

300.000 €

260.000 €

Zinssatz

4,0 %

3,7 %

monatliche Rate

1.500 €

1.235 €

Ratenzahlungen pro Jahr

18.000 €

14.820 €

Differenz

Mehrausgaben von 3.180 € im Jahr und von 265 € pro Monat

Ersparnis von 3.180 € im Jahr und von 265 € pro Monat

Quelle: Vergleich.de, Stand Januar 2026

Die in dem Beispiel genannten Hypotheken­zinsen entsprechen markt­üblichen Werten, dienen aber nur der Illus­tration. Sie unter­scheiden sich je nach Bank, Region und den indi­viduellen Rahmen­bedingungen.

Staatliche Förderung als Baustein der Finanzierung

Für zusätzliche Fördergelder, z. B. von der staatlichen KfW, gilt der gleiche Effekt wie bei einem Bausparvertrag. Sie senken die Hypothekenzinsen einer Bank nicht direkt, verbessern sie aber indirekt. Durch Förderdarlehen reduziert sich der Kreditbedarf bei der Bank, der Beleihungsauslauf sinkt und das Risiko nimmt ab, was Banken häufig mit besseren Zinskonditionen honorieren.

Gleichzeitig wird die Finanzierung insgesamt stabiler und sicherer, denn ein Teil wird über zinsgünstige, langfristig festgeschriebene Förderdarlehen abgedeckt, wodurch die monatliche Belastung planbarer wird und weniger anfällig für spätere Zinssteigerungen ist. Hier sehen Sie, wie hoch die aktuellen KfW-Zinsen stehen.

Wie hoch sind die Hypothekenzinsen bei einer Anschlussfinanzierung?

Die Zinsen einer Anschlussfinanzierung bewegen sich im gleichen Rahmen wie die aktuellen Hypothekenzinsen einer Erstfinanzierung. Sie liegen bei einer 10-jährigen Zinsbindung also ungefähr im Bereich von 3,3–3,7 %.

Die konkreten Zinsen einer Anschlussfinanzierung richten sich nach mehreren Faktoren. Dazu gehören z. B.

  • das generelle Zinsniveau
  • die Höhe der verbleibenden Restschuld
  • die Laufzeit der Zinsbindung
  • die Höhe der gewählten Tilgung
  • die Bonität des Kreditnehmers

Die Hypothekenzinsen unterscheiden sich je nach Bank teils deutlich. Ein Vergleich mehrerer Angebote oder ein Anbieterwechsel kann die Zinsen spürbar senken.

Kümmern Sie sich rechtzeitig um Ihre Anschlussfinanzierung

Wer früh startet, kann Angebote verschiedener Banken in Ruhe vergleichen. Schon kleine Zinsunterschiede machen über Jahre hinweg einen großen Kostenunterschied. Außerdem lässt sich mit einem Forward-Darlehen ein günstiger Zinssatz bis zu 60 Monate im Voraus sichern.

Und eine frühe Planung schafft Alternativen. Wer mehrere Angebote im Rücken hat, kann mit seiner bisherigen Bank besser verhandeln oder selbstbewusst zu einer anderen Bank wechseln.

Prognose: Wie werden sich die Hypothekenzinsen entwickeln?

Viele Marktbeobachter rechnen 2026/2027 eher mit einem stabilen bis leicht steigenden Zinsniveau. Für klassische Baufinanzierungen mit 10-jähriger Zinsbindung wird häufig ein Bereich von rund 3–4 % genannt. Ein deutlicher Rückgang unter dieses Niveau gilt als eher unwahrscheinlich (Stand: Januar 2026). Details und Updates finden Sie in unserer Zinsprognose.

Diese Tendenz sieht auch Mirjam Mohr von Interhyp, Deutschlands größtem unabhängigen Vermittler für private Baufinanzierungen, mit Blick auf wachsende Haushaltsdefizite in Deutschland und Europa: „Wenn der Staat mehr Geld am Kapitalmarkt aufnehmen muss, steigen die Renditen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Baufinanzierungen haben kaum noch Luft nach unten, sondern werden tendenziell teurer. Kaufinteressierte sollten sich daher auf ein höheres Zinsniveau einstellen und nicht auf fallende Zinsen spekulieren.

Verfolgen Sie die Entwicklung der Hypothekenzinsen

Für Kreditnehmer bedeuten leicht steigende Hypothekenzinsen: Wer 2026 oder 2027 eine Finanzierung plant oder eine Anschlussfinanzierung benötigt, sollte nicht auf deutlich sinkende Zinsen warten. Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie in unserer Bauzinsen-Prognose.

Fazit: So sichern Sie sich günstige Hypothekenzinsen

Es lohnt sich in jedem Fall, die aktuellen Hypotheken­zinsen der Banken und Spar­kassen zu ver­gleichen. Schon ein Zinsunterschied von 0,2 Prozentpunkten macht bis zum Ende der Kreditlaufzeit einen Unterschied von mehreren tausend Euro aus.

Sie selbst beeinflussen die Höhe der Hypothekenzinsen, indem Sie eine mög­lichst gute Bonität, ein geregeltes Ein­kommen, hohes Eigen­kapital und als Bonus besten­falls noch die Eigen­nutzung der Immo­bilie mit­bringen. Weitere Stell­schrauben sind die Zins­bindung, die Höhe der Tilgungs­raten und die Kredit­laufzeit sowie der Einschluss oder Ausschluss von Sonder­tilgungs­rechten.

Grundsätzlich gilt: Jede Bau­finan­zierung ist anders. Lassen Sie sich im Beratungs­gespräch alle Möglich­keiten noch einmal speziell auf Ihren Fall zuge­schnitten durch­rechnen, bevor Sie sich ent­scheiden.

Häufige Fragen

  • Hypothekenzinsen zahlen Sie, wenn Sie eine Bau­finan­zierung abschließen. Dafür nehmen Sie heute nur noch selten eine echte Hypo­thek auf. Viel­mehr lassen Sie auf Ihre Immo­bilie eine Grund­schuld ein­tragen. Sie tre­ten damit Ihr Recht an der Immo­bilie so lange an die Bank ab, bis Sie das Dar­le­hen zurück­gezahlt haben. Darüber hinaus zahlen Sie der Bank einen An­teil für die Dienst­leis­tung der Kredit­ver­gabe, die Hypo­theken­zinsen.

    Hypothekenzinsen fallen sowohl bei einer Erst­finan­zierung als auch für eine Anschluss­finan­zierung einer Immobilie an. Andere Begriffe für Hypotheken­zin­sen sind Bau­zinsen, Immo­bilien­zinsen und Bau­geld­zin­sen.

  • Der Sollzins gibt an, wie viel Zinsen Sie aus­schließlich für die Leihe des Geldes zahlen. Der Effektivzins oder auch effek­tive Jahres­zins gibt dagegen den Gesamt­preis des Dar­le­hens an, ein­schließ­lich aller an­fallen­den Kredit­kosten wie z. B. Bearbeitungsgebühren. Daher ist der Effektivzins in der Regel höher als der Sollzins.

  • Aktuell empfehlen viele Experten eine etwas längere Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren, da in naher Zukunft keine deutlich sinkenden Zinsen erwartet werden. Generell gilt: Die Wahl der passenden Zinsbindung hängt vom aktuellen Zinsumfeld und dem eigenen Sicherheitsbedürfnis ab.

    Wer langfristige Planungssicherheit möchte und mit stabilen bzw. steigenden Zinsen rechnet, ist mit einer längeren Zinsbindung besser beraten. Kürzere Zinsbindungen können sinnvoll sein, wenn viel Eigenkapital vorhanden ist, die Restschuld schnell sinkt oder in Zukunft größere Sondertilgungen oder ein Verkauf der Immobilie geplant sind.

  • In absehbarer Zeit ist kein deutlicher Rückgang der Hypothekenzinsen zu erwarten. Stattdessen rechnen die meisten Fachleute mit stabilen oder leicht steigenden Zinsen. Die Hypothekenzinsen könnten 2026 leicht steigen, weil der Staat mehr Schulden aufnimmt und dadurch die Renditen von Bundesanleihen zulegen. An diesen Renditen orientieren sich die Banken bei der Baufinanzierung. Gleichzeitig ist eine Rückkehr zur früheren Niedrigzinspolitik unwahrscheinlich, da die Europäische Zentralbank und die internationalen Märkte vorsichtig bleiben. Das spricht weniger für sinkende Zinsen und eher für einen moderaten Anstieg.

Soll ich mieten oder kaufen?

Ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen bringt Vor­tei­le und Nach­tei­le mit sich. Wir stel­len Ihnen die Argu­men­te vor und Exper­ten rechnen nach, wo sich der Immo­bilien­kauf jetzt noch lohnt.

Mieten oder kaufen?
Eigenkapital für die Baufinanzierung

Wie viel Eigenkapital bei Ihrer Baufinanzierung optimal ist, warum es sich oft nicht lohnt, mehr als 60 % zu investieren und was neben Erspartem auch als Eigenkapital gilt, erfahren Sie hier.

Eigenkapital
So läuft ein Hauskauf ab

Der Ablauf beim Hauskauf sieht immer ähnlich aus. Wir zeigen Ihnen, was Sie auf dem Weg zum Besitzer Ihrer Traum­immobilie erwartet und woraus Sie sich vorbereiten können.

Ablauf Hauskauf