Dispokredit: wie Sie die teure Kontoüberziehung vermeiden

Dispokredit - meist ein zu teurer Kredit

Der Dispokredit wird von vielen Kontoinhabern genutzt, um kurzfristig liquide zu bleiben. Dafür bezahlen sie einen hohen Preis, denn die Zinsen für einen Dispositionskredit liegen oft bei mehr als zehn Prozent. Wie Sie diese Gebühren vermeiden, erfahren Sie bei vergleich.de.

Was ist ein Dispo?

Ein Dispositionskredit, kurz Dispokredit oder Dispo, ist der Verfügungsrahmen, den Ihnen Ihre Bank über das Guthaben Ihres Girokontos hinaus einräumt. Der Kreditrahmen für einen Dispokredit ist begrenzt und richtet sich meist nach der Höhe Ihres monatlichen Gehaltseingangs. Zudem überprüft die Bank für die Gewährung eines Dispokredites, ob ein negativer SCHUFA-Eintrag über den Kontoinhaber vorliegt. Ein formeller Antrag ist für den Dispokredit nicht notwendig. Der Zweck des Dispokredites ist, dass dem Kontoinhaber auch dann kurzfristig Geld zur Verfügung steht, wenn das Guthaben bereits aufgebraucht ist – beispielsweise am Monatsende.

Kostspielige Kontoüberziehung durch hohe Dispozinsen

Für diese Flexibilität gegenüber dem Kunden verlangen die Geldhäuser hohe Dispozinsen von bis zu 13 Prozent. Der Dispokredit ist oft der teuerste Kredit, den Banken Ihren Kunden anbieten. Deshalb sollten Sie versuchen, nur in Ausnahmefällen mit Ihrem Girokonto ins Minus zu rutschen. Wir empfehlen, wenn möglich zunächst entweder auf Sparguthaben, beispielsweise von einem Tagesgeldkonto, oder die Kreditkarte zurückzugreifen, bevor Sie Ihren hoch verzinsten Dispo nutzen. Teurer ist oft nur noch der Überziehungskredit, den viele Banken verlangen. Die so genannte geduldete Überziehung des Dispositionskredites kann bei 16 Prozent und mehr liegen. Der Grund für die Höhe dieser Kredite ist einfach: Banken verdienen mit den Zinsen ihr Geld. Deshalb gewähren sie nicht selten Dispokredite in Höhe von drei Monatsgehältern - je höher die Summe des genutzten Kredits, desto höher die Einnahmen der Bank. Die Dispozinsen werden tageweise berechnet und dem Girokonto in der Regel quartalsweise mit dem Kontoabschluss belastet. Wie hoch sie sind, sollte in der Regel im Preis- und Leistungsverhältnis der jeweiligen Bank aufgelistet sein. 

Alternative zum Dispo: der Abrufkredit

Der wenig bekannte und verbreitete Abrufkredit oder Rahmenkredit ist im Prinzip ein günstiger verzinster Dispokredit auf einem anderen Konto. Für einen Abrufkredit eröffnen Sie ein Kreditkonto und legen eine Summe als Kreditrahmen fest. Ein Abrufkredit lohnt sich, wenn Sie eine günstigere Alternative zu Ihrem Dispokredit suchen oder ein Darlehen für weniger als zwölf Monate benötigen. Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Artikel zum Thema Abrufkredit.

Bei regelmäßig genutztem Dispokredit besser umschulden!

Ein Ratenkredit bietet in der Regel bessere Konditionen als ein Dispo. Falls Sie mit Ihrem Girokonto häufig im Minus sind, empfiehlt es sich, über eine Kreditumschuldung nachzudenken. Sie sparen bares Geld, indem Sie Ihren teuren Dispo mit einem vergleichsweise günstigen Ratenkredit ausgleichen, gerade in Zeiten eines Zinstiefs. Holen Sie sich dafür verschiedene Kreditangebote und orientieren Sie sich beim Vergleich am effektiven Jahreszins, also den Gesamtkosten des Kredits.

Die wichtigsten Informationen zum Dispokredit zusammengefasst:

  • Der Dispokredit ist der Kreditrahmen, den Ihre Bank Ihnen über das Guthaben auf Ihrem Girokonto hinaus einräumt.
  • Der Dispokredit ist mit bis zu 13 Prozent Zinsen der teuerste Kredit, den eine Bank vergibt.
  • Aufgrund der hohen Zinsen sollte der Dispo nur in Ausnahmefällen und dann auch nur kurzfristig genutzt werden, um einen finanziellen Engpass auszugleichen.
  • Die Nutzung des Dispos stellt keine Dauerlösung dar. Wer ihn regelmäßig nutzt, sollte eine Umschuldung mithilfe eines Ratenkredits in Betracht ziehen.
 

vergleich.de Tipp:

Seit 2014 ist es Banken gesetzlich untersagt, für Privatkredite Bearbeitungsgebühren zu berechnen. Da es sich auch bei Dispo- und Überziehungskredit um Verbraucherkreditverträge handelt, dürfen Banken Ihren Kunden für deren Nutzung außer den Zinsen keine weiteren Bearbeitungsentgelte in Rechnung stellen.

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