Es gibt einen ganzen Strauß von Meinungen darüber, welche Versicherungen der Durchschnittsbürger unbedingt abschließen sollte. Berater und Verbraucherschützer nehmen hierzu oft recht unterschiedliche Positionen ein. Wer sich ausführlicher mit diesem Thema beschäftigen möchte, findet zahlreiche Anregungen, zum Beispiel im Versicherungs-Ratgeber von Finanztest oder einem Gratis-Report werden unterschiedlichste Theorien verbreitet.
Im vergleich.de Blog nennen wir Ihnen unsere Top 5 der wichtigsten Versicherungen. Auch diese Rangliste ist natürlich eine rein subjektive Auswahl unseres Redaktionsteams.
1. Eine Krankenversicherung ist in Deutschland für jeden Bürger Pflicht, um die Versorgung im Krankheitsfall zu gewährleisten. Einem Teil der Versicherten, zum Beispiel Besserverdienern, bleibt bekanntlich noch die Wahl zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Ansonsten gilt bis auf wenige Ausnahmen: Angestellte, Studenten und Rentner müssen sich automatisch eine gesetzliche Krankenkasse suchen, während Selbstständige und Beamte bei den privaten Krankenversicherern fündig werden können.
2. Kommen wir zu den freiwilligen Versicherungen. Die absolute Mehrheit der Experten legt jedem Bürger den Abschluss einer privaten Haftplicht dringend ans Herz. Warum? Weil jeder mit seinem Privatvermögen haftet, sobald er einem anderen einen Schaden zufügt. Das reicht von Bagatellfällen wie einer zerbrochenen Vase bis hin zu größeren Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Schlimmere Fälle, gerade wenn andere Personen beeinträchtigt werden, können den Verursacher ohne Versicherungsschutz die Existenzgrundlage kosten. Immerhin befolgt die Mehrheit der Deutschen brav den Expertenrat: Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos besitzen 72 Prozent aller Deutschen eine Haftpflichtversicherung.
3. Nicht so lernfähig zeigen sich die Bürger bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. So ziemlich jeder hat zwar schon einmal gehört oder gelesen, wie wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Schließlich kann knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland seinen Job schon vor dem Renteneintritt nicht mehr ausüben. Nur knapp jeder Fünfte hat aber eine Berufsunfähigkeitspolice abgeschlossen. Der Grund für die meisten Bürger: Die vergleichsweise hohen Kosten dieser Versicherungen. Günstiger wird’s zum Beispiel, wenn man die Berufsunfähigkeitsversicherung schon in jungen Jahren abschließt, wenn bei den meisten noch wenige Vorerkrankungen vorhanden sind und länger eingezahlt werden kann.
4. Hausratversicherungen sind das Lieblingskind der Deutschen: 79 Prozent der Bürger besitzen eine Police, die das Inventar gegen Feuer, Wasserschäden, Sturm, Vandalismus und Einbruch absichert. Üblicherweise erstatten Hausratversicherungen den Wiederbeschaffungswert der beschädigten Sachen. Im Versicherungsschutz inbegriffen sind beispielsweise Möbel, Kleidungsstücke und Nahrungsmittel.
5. 9 Millionen Menschen haben sich 2009 bei Unfällen verletzt. Eine private Unfallversicherung unterstützt die Versicherten, wenn in der Freizeit bei einem Unfall bleibende Schäden entstehen – im privaten Bereich greift nämlich die gesetzliche Unfallversicherung nicht mehr. Zwar ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch Krankheit ungleich höher. Trotzdem haben 43 % der Deutschen eine Unfallpolice abgeschlossen.
Natürlich sind das nicht alle Versicherungen, die unersetzlich für den Durchschnittsbürger sind. Nicht miteingeschlossen in diese Top 5 sind zum Beispiel Altersvorsorgeprodukte. Wer sich privat für das Alter absichern möchte, kann etwa zu einer Riester oder Rürup-Rente greifen oder seine Existenz mit einer Risikolebensversicherung absichern.
Welche Versicherungen halten Sie für absolut unverzichtbar? Und fühlen Sie sich aktuell eher über- oder unterversichert?




