Vorsorge-Vollprofi trifft Susi Sorglos

Meine Bankberaterin und ichMeine Bankberaterin und ich haben ein leicht angespanntes Verhältnis zueinander. Könnte daran liegen, dass sie mir in letzter Zeit dauernd postalische Einladungen zu Beratungsterminen schickt, die ich anfangs noch höflich abgesagt habe.

Leider ignoriert sie das konsequent, weshalb ich ich die Einladungsbriefe inzwischen kommentarlos in Altpapier verwandele.  Aber so leicht lässt sie sich nicht abwimmeln.

Mittlerweile ist sie auf ein anderes Kontaktmedium umgestiegen und terrorisiert mich nun im 3-Tage-Rhythmus mit Mailboxnachrichten. Darin bittet sie mit zuckersüßer Stimme um meinen Rückruf, ohne freundlicherweise zu erwähnen, worum es eigentlich geht.

Das kann ich ja schon mal gar nicht ab, diese Geheimniskrämerei.

Eine milde Gabe: Tausche
üppige Spende gegen reines Gewissen

Eigentlich wollte ich dieses Jahr schon im Januar mit dem Kauf der Weihnachtsgeschenke beginnen, denn damit kann man ja gar nicht früh genug anfangen. Was habe ich also im Januar dieses Jahres gemacht? Natürlich alles, nur keine Weihnachtsgeschenke gekauft. Auch im Februar nicht. Oder im März. Geschweige denn im April. Und zwischen Mai und November sah es mit meinem Vorhaben nicht besser aus.

Deshalb wird es auch in diesem Jahr kommen, wie es immer kommt: Ich werde mir am 23.12. im Kaufhaus am Ende einer 300-Meter-Kassen-Schlange die Beine in den Bauch stehen – in der Gewissheit, alles falsch gemacht zu haben. Schon wieder.

Die Kontoauszüge des Grauens
und wie ich sie eliminiere

Ilona und das liebe GeldKontoauszüge sind hinterhältig. Warum? Erstens weisen sie gern mal Abbuchungen auf, deren Zustandekommen ich mir oft nur mühsam erklären kann. Und zweitens haben sie die lästige Angewohnheit, sich anzusammeln.

Ich beziehe meine Auszüge nämlich immer noch regelmäßig per Post. Ich könnte natürlich auch mit der Zeit gehen und den Kontostand über meinen Online-Banking-Zugang checken, aber da logge ich mich auch nur alle Jubeljahre mal ein.

Die Wahrheit lautet: ich lasse mir die Auszüge schicken, um mich selbst zu zwingen, sie anzusehen. Was ich dann nicht mache. Meistens knalle ich die eintreffenden Auszüge nämlich ungeöffnet auf den bereits vorhandenen Stapel, für den ganz bestimmt zuviele Bäume geopfert wurden, und ignoriere ihn so lange wie möglich. Erst, wenn er die Höhe einer handelsüblichen Leiter erreicht hat, lasse ich mich dazu herab, die Auszüge abzuheften. Wenn ich ehrlich bin, würde ich sie viel lieber gleich wegschmeißen.

Aber – darf man das überhaupt?

Girokonteneröffnung für Anfänger:
Schluss mit dem Bankkartenterror!

Ilona und das liebe Geld: Die neue Kolumne im vergleich.de Blog von Ilona Utzig.

Rechnen war ja noch nie mein Ding. Das kann man Schwarz auf Weiß in meinem Abizeugnis nachlesen. Als ich meiner Mutter vor einiger Zeit am Telefon erzählte, dass ich bald bei einem Finanzportal anfange, brach sie in Gelächter aus und erinnerte mich – charmant, wie Mütter manchmal sind – an meine Fünf im Matheabitur.

Die lässt sich leider schlecht wegdiskutieren. Fünf ist Fünf, Mutti hatte Recht. Da stand ich nun. Keine Ahnung von Zahlen, aber einen Job in der Finanzbranche.

Aber so schnell lasse ich mich nicht einschüchtern!

Ein Glück, dass ich mich ganz gut mit Websites auskenne und willens war, mich in die Materie einzuarbeiten, sonst wäre das Beschäftigungsverhältnis vermutlich ein ziemlich kurzes geworden.

Und so habe ich in den vergangenen Monaten hart daran gearbeitet, meine Wissenslücken im Finanzbereich zu stopfen. Immerhin kann ich inzwischen erklären, was ein Annuitätendarlehen ist, wodurch sich Sparbuch und Sparbrief unterscheiden und weiß, dass es sich bei Skimming nicht um eine neue Funsportart handelt. Ich bin beruflich also voll auf der Höhe, was Finanzen betrifft. Ätsch, Mutti.

Neue Kolumne: Ilona und das liebe Geld

Ilona Utzig ist Content Managerin bei vergleich.de und behauptet, durch ihre Adern flösse mehr Kaffee als Blut. An guten 8-Stunden-Arbeitstagen kommt sie auf zirka 3 Tassen, an schlechten können es auch schon mal 4 bis 6 sein.

Wie sie als bekennende Innumeratin (Zahlenanalphabetin) bei einem Finanzportal landen konnte, ist ihr manchmal selbst ein Rätsel, aber sie versteht es als Wink des Schicksals mit dem Zaunpfahl. Schließlich sollte man sich im Alter von 33 langsam mal mit Themen wie der Altersvorsorge, den besten Geldanlagen und notwendigen Lebensversicherungen auseinandergesetzt haben.

Und es ist sicher auch von Vorteil, etwas mit Begriffen wie Zinseszinseffekt, Annuitätendarlehen und Riester-Rente anfangen zu können, ohne bei ihrer Nennung in Panik auszubrechen. Höchste Zeit also, sich diesen Dingen nicht nur beruflich, sondern auch privat zu widmen. Von nun an bloggt Ilona in ihrer Kolumne “Ilona und das liebe Geld” bei vergleich.de über ihre Erfahrungen mit dem Finanzbereich.