Die Commerzbank ist Premium-Partner der Fußball Nationalmannschaft. Zur Europameisterschaft werben die Commerzbank und Jogis Jungs mit einem „kostenlosen“ Girokonto. Ob das Konto wirklich „Top-Leistungen“ bringt oder Sie sich damit eher ins Abseits schießen, erfahren Sie in unserem neuen Produkttest. Wir haben die Konditionen des Kontos für Sie genau unter die Lupe genommen und verraten Ihnen, ob das Angebot hält, was es verspricht.
Commerzbank – jahrelanger Premium-Partner des DFB
Seit 2008 ist die Commerzbank Premium-Partner des Deutschen Fußball-Bund (DFB). Erst Anfang Mai gab die Commerzbank bekannt, dass die Kooperation um weitere 4 Jahre verlängert werde. Von Werten wie Nachhaltigkeit und Kontinuität war da die Rede, Martin Zielke, Privatkundenvorstand der Commerzbank räumte jedoch auch ein: „Die Kampagne mit der Fußball-Nationalmannschaft unterstützt unseren Wachstumskurs im Privatkundengeschäft. Das Team ist ein absoluter Sympathieträger und wird unsere Leistungen im Vorfeld der Europameisterschaft noch bekannter machen“.
Besagte Kampagne dreht sich vor allem um das Girokonto der Commerzbank, für das die Mannschaft um Bundestrainer Joachim Löw kräftig die Werbetrommel rührt.
Auf den ersten Blick: 50 Euro Startguthaben, kostenlose Kreditkarte und Schweini im Portemonnaie
Auf den ersten Blick macht das Girokonto der Commerzbank einen sehr guten Eindruck: 50 Euro Startguthaben, die 3 Monate nach Kontoeröffnung überwiesen werden, kostenlose Kontoführung und eine Kreditkarte inklusive. Außerdem kann wer mag die EC-Karte mit Nationalmannschaftsmotiv bekommen. Das Angebot gilt für alle Neukunden, die noch kein Zahlungsverkehrskonto bei der Commerzbank besitzen.
Auf den zweiten Blick: Mindestgeldeingang und Folgekosten
So weit so fair, wäre da nicht der Blick ins Kleingedruckte. Hier finden Sie zahlreiche Einschränkungen, die die Leistungen zeitlich begrenzen oder an besondere Bedingungen knüpfen.
Der Sternchentext verrät zum Beispiel, dass die Commerzbank für die kostenlose Kontoführung einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1.200 Euro voraussetzt. Für jeden Monat, in dem weniger eingezahlt wird, ist eine „Kontoführungspauschale“ von 9,90 Euro fällig. Auch die Kreditkarte ist nicht ganz so kostenlos, wie sie auf den ersten Eindruck scheint: Nur im ersten Jahr entfällt die Gebühr für die MasterCard, anschließend berechnet die Commerzbank für ihre Nutzung jährlich 29,90 Euro. Selbst für das Nationalmannschaftsmotiv auf der EC-Karte wird eine Jahresgebühr von 5 Euro fällig.
Unser Fazit: „Top-Leistungen“ vergeblich gesucht
Die angekündigten „Top-Leistungen“ konnten wir beim Girokonto der Commerzbank nicht finden. Vielmehr verstecken sich im Kleingedruckten viele Einschränkungen und Bedingungen. Vergleichbare Angebote bei Mitbewerbern sind derzeit zum Beispiel ganz ohne monatlichen Mindestgeldeingang zu bekommen. Auch der spendable Eröffnungsbonus von 50 Euro verpufft schnell, wenn Sie die Folgekosten für die Kreditkartennutzung und den Motivdruck gegenrechnen.




