Newsletter, vergleich.de 30.09.2008

 

Schnell kann eine falsche Entscheidung einige Tausend Euro kosten oder sogar das ganze Bauvorhaben gefährden. Wer jedoch richtig plant, kann beim Bau viel Geld einsparen.



Sobald Sie sich zu einem Hausbau entschließen, sollten Sie genau Ihre Finanzen durchleuchten. Tatsache ist: je mehr Eigenkapital in den Bau fließt, desto günstiger wird er. Und das nicht allein, weil Sie einen geringeres Kreditvolumen benötigen. Zusätzlich erhalten Sie bei hohem Eigenkapitaleinsatz einen günstigeren Zinssatz, da die Kreditgeber das Risiko der Nicht-Rückzahlung geringer einstufen. Ist das Eigenkapital eher begrenzt, ist es trotzdem ratsam, wenigstens die Baunebenkosten über das Eigenkapital abzudecken. Doch Achtung: So verlockend die Einsparmöglichkeiten durch das Einbringen von viel Eigenkapital auch sind, es sollte immer eine Liquiditätsreserve bewahrt werden. Eine Reserve von fünf bis sechs Netto-Monatsgehältern kann die meisten finanziellen Überraschungen bewältigen.

Auch mittels Eigenleistungen können Sie Ihren Kreditbedarf mindern. Allerdings bedeutet Do-it-yourself nicht nur, dass entsprechende Fähigkeiten vorhanden sein müssen, sondern zusätzlich auch die Zeit, um die Arbeiten auszuführen. Also Vorsicht: Eine Bauverzögerung kann teuer werden!

Sobald Sie Ihre eigenen Finanzen finanzierungsfit gemacht haben, sollten Sie sich nach zusätzlichen Geldquellen umsehen. Es gibt verschiedene Fördermittel vom Staat, den Ländern und sogar von Kirchen und Gemeinden – auch auf diesem Weg können Sie viel Geld einsparen. Ein wichtiger Bauförderer ist die KfW-Förderbank, die verschiedene Programme für Neubauten oder auch Modernisierungen anbietet.

Ebenfalls sehr entscheidend sind, zumindest bei Neubauvorhaben, die Auszahlungsmodalitäten. Während Banken in der Regel nur wenige Auszahlungen bevorzugen, wollen die Bauträger meistens sehr schnell ihr Geld und streben deshalb viele kleine Auszahlungen nach Baufortschritt an. Wichtig ist für Sie, dass die Zahlungsmodalitäten in Ihren beiden Verträgen (Bau- und  Darlehensvertrag) übereinstimmen. Wer clever ist, vereinbart in beiden Verträgen eine Zahlung nach Makler- und Bauträgerverordnung, die ca. sieben standardisierte Auszahlungsschritte enthält. So ist sichergestellt, dass die Bank immer dann einen Darlehensteil auszahlt, wenn der Bauträger diesen einfordert. Achten Sie ebenfalls darauf, dass für Ihr Darlehen die sogenannten Bereitstellungszinsen erst sehr spät anfallen. Bei Immobiliendarlehen für Neubauten gewähren einige Anbieter inzwischen bis zu zwölf Monate bereitstellungsfreie Zeit. In diesem Zeitraum fallen keine Bereitstellungszinsen an.

vergleich.de-Tipp: wählen Sie einen hohen Tilgungssatz und mindern Sie so die Kosten für Ihre Baufinanzierung. Je schneller Sie Ihr Darlehen zurückführen, desto weniger Zinsen fallen an. Dabei sollte allerdings Ihre monatliche Belastung im tragbaren Rahmen bleiben. Auch die Wahl der richtigen Zinsbindungsfrist ist nicht unerheblich. Aktuell befindet sich der Zins für Baufinanzierungen auf einem relativ niedrigen Niveau, den Sie sich ruhig für den längstmöglichen Zeitraum sichern sollten. Sollte das Zinsniveau in den kommenden Jahren sinken, können Sie laut Gesetz auch schon nach zehn Jahren Ihr Darlehen vorzeitig kündigen – wenn Sie wollen!

 Sie finanzieren einen Neubau? Darauf sollten Sie achten!

 Lesen Sie in unserem nächsten Newsletter alles über umweltfreundliches Bauen und die diesbezügliche neue Gesetzgebung

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