Newsletter, vergleich.de 19. Oktober 2009

 

Festgeld ist eigentlich eine tolle Sache: Sie legen Ihr Geld für eine gewisse Zeit zu einem fixem Zinssatz fest und können eventuellen Zinssenkungen gelassen entgegen sehen. Viele Anleger nutzen Festgeld als Überbrückung, um ihre Ersparnisse danach in eine flexiblere Geldanlage zu investieren oder zu einem höheren Zinssatz anzulegen. Doch Vorsicht: Wer nicht rechtzeitig kündigt, muss womöglich mit niedrigeren Zinsen vorlieb nehmen.  

Fristen beim Festgeld beachten


Kündigungsfrist beachten
Festgelder werden für einen bestimmten Zeitraum angelegt. Meist liegt dieser zwischen einem Monat und einem Jahr. Während dieser Zeit erhalten Sie den bei Vertragsabschluss zugesicherten Zinssatz. Läuft der Anlagezeitraum ab, ohne dass eine fristgerechte Kündigung bei der Bank eingeht, wird das Festgeld zum tagesaktuellen Zinssatz verlängert.

Viele Banken informieren ihre Kunden über das Auslaufen der Festgeldanlage mit einem Brief – doch diese Vorgehensweise ist nicht zwingend vorgeschrieben. Möglich ist auch, dass im Kleingedruckten eine Kündigungsfrist steht, die es zu beachten gilt. Viel seltener ist der Fall, dass das Geld direkt nach Ablauf der Laufzeit ohne Kündigung auf das Girokonto des Anlegers überwiesen wird.

Wer also keine böse Überraschung erleben will, sollte in seinen Vertragsbedingungen nachschauen, wie die Kündigung bei seiner Bank geregelt ist. Denn versäumen Sie die Kündigung, wird Ihr Geld zum aktuellen Festgeldzinssatz und für die gleiche Anlagedauer erneut festgelegt und Sie haben für diesen Zeitraum erst einmal keine Chance, wieder an Ihr Geld zu kommen.


Besser kurzfristig anlegen
Das wäre besonders ärgerlich, wenn die Zinsen plötzlich wieder anziehen würden. Da mittelfristig eher mit Zinssteigerungen zu rechnen ist, empfehlen wir Ihnen, Ihr Geld nicht länger als drei Monate festzulegen. Noch besser legen Sie Ihre Ersparnisse in Tagesgeld an, denn damit haben Sie immer Zugriff auf Ihr Geld und können flexibel reagieren. Zudem erhalten Sie mit Tagesgeld zur Zeit sogar mehr Zinsen als für Festgeld: bis zu 2,75 Prozent sind drin.

 

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